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Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand erhält Dieselmedaille für beste Innovationsförderung


Das Diesel-Kuratorium des Deutschen Instituts für Erfindungswesen hat unter Vorsitz von Prof. Dr. Alexander J. Wurzer in München die diesjährigen Dieselmedaillen verliehen. In der Kategorie “Beste Innovationsförderung” ging die Auszeichnung an das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. 

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, Ernst Burgbacher: “Das ZIM ist eine fest etablierte Marke und steht für technologische Quantensprünge, Wachstum und Arbeitsplätze im innovativen Mittelstand. Es hat sich nicht nur in Krisenzeiten, sondern auch danach bewährt. Es bleibt das Flaggschiff unserer Technologieförderung für den innovativen Mittelstand. Gerade seine Offenheit für alle technologischen Ansätze der Unternehmer, die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten der konkreten Gestaltung der Projekte und die unbürokratische Administration entsprechen marktwirtschaftlichen Prinzipien.”

Seit Mitte 2008 ergingen im Rahmen des ZIM über 15.500 Förderzusagen in Höhe von annähernd 2 Mrd. Euro. Damit wurden bei den Unternehmen insgesamt Investitionen von rund 5,8 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung angestoßen. Für 2012 sind im Bundeshaushalt für das ZIM Mittel in Höhe von rund 500 Mio. Euro vorgesehen.


Die Verleihung der Dieselmedaillen ist ein Highlight in der deutschen Innovations- und Erfinderkultur. Unter Forschern und Wissenschaftlern wird der Preis auch als “Erfinder-Oscar” gehandelt. Die Medaillen werden jährlich in den Kategorien “Erfolgreichste Innovationsleistung”, “Nachhaltigste Innovationsleistung”, “Beste Medienkommunikation” und “Beste Innovationsförderung” vergeben.

Quelle: BMWi

Schavan

Schavan verlängert Bildungsprämie


Die “Bildungsprämie” wird es auch weiterhin geben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verlängert das erfolgreiche Projekt um 2 Jahre. Für die Bildungsprämie stehen 35 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert.

Mit der Bildungsprämie unterstützt das BMBF seit 2008 Erwerbstätige, die sich weiterbilden möchten. Wer an einer Weiterbildung interessiert ist, kann sich an eine der fast 600 Beratungsstellen in ganz Deutschland wenden (http://www.bildungspraemie.info / Info-Telefon 800 2623000). Dort werden geeignete Anbieter von Weiterbildungen vermittelt. Über die Beratungsstellen können die Interessenten dann einen “Prämiengutschein” erhalten, mit dem die Hälfte der Kosten übernommen werden (bis zu maximal 500 Euro).

“Weiterbildung wird immer wichtiger, gerade in Zeiten, in denen Fachkräfte knapp werden”, betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. “Mit der Bildungsprämie laden wir dazu ein, auch im Erwachsenenalter weiter zu lernen”, so die Ministerin. “Unser Ziel ist es, auch all diejenigen zu mobilisieren, die aus finanziellen Gründen bisher von beruflicher Weiterbildung ausgeschlossen waren.”

Die Nachfrage nach der Bildungsprämie ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen. Sie hat sich teilweise von Monat zu Monat verdoppelt. So konnten seit Programmbeginn über 150.000 Prämiengutscheine ausgegeben werden. 74 Prozent der Begünstigten sind Frauen, 89 Prozent Beschäftigte in Kleinen und Mittleren Unternehmen, 15 Prozent haben einen Migrationshintergrund.

Angesichts des großen Interesses an der Bildungsprämie wird das Programm, dessen aktuelle Förderphase am 30. November 2011 ausläuft, weitergeführt. Auch in der zweiten Förderphase sollen Beratungsstellen interessierten Erwerbstätigen wieder bundesweit Informationen zur Bildungsprämie anbieten und Prämiengutscheine ausstellen.

Langfristig wird so ein Bewusstsein für die Bedeutung von Weiterbildung geschaffen und Eigeninitiative gefördert. Die Bildungsprämie trägt so auch zum notwendigen Mentalitätswechsel beim Umgang mit dem Lernen im Lebenslauf bei: “Weiterbildung muss als lohnende Investition in die eigene Zukunft und als selbstverständlicher Bestandteil der Bildungs- und Erwerbsbiographie begriffen werden”, betonte Schavan.

Quelle: Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler

Rösler und Ramsauer geben Startschuss für “Schaufenster Elektromobilität”


Die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und Bildung und Forschung (BMBF) unterstützen regionale Demonstrations- und Pilotvorhaben, in denen die innovativsten Elemente der Elektromobilität gebündelt und international sichtbar gemacht werden.

Gefördert werden innovative Projekte, die einen systemischen Ansatz verfolgen sowie sicherstellen und die Rückschlüsse auf die Massentauglichkeit der angewendeten Elektromobilitätslösungen ermöglichen.

Ziel ist es, der innovativen Elektromobilitätstechnologie in Deutschland branchenübergreifend Schaufenster zu bieten.Bundesminister Rösler:

” Beim Schaufenster-Programm bündeln die Ressorts ihre Kompetenzen und Fördermittel, um innovative Konzepte aus den verschiedensten Bereichen – von Hochleistungsbatterien bis zum intelligenten Stromnetz – zusammenzuführen. Die Einbeziehung von kleinen und mittleren Unternehmen ist mir dabei ein besonderes Anliegen.”

Für das Gesamtprogramm stellt der Bund Fördermittel in Höhe von 180 Mio. Euro bereit. Die Demonstrations- und Pilotvorhaben sollen zu einem Großteil von den teilnehmenden Unternehmen mitfinanziert werden, so dass von dem Einsatz der Fördermittel eine erhebliche Hebelwirkung ausgeht.

Bewerben können sich Konsortien aus Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen, die zusammen mit den jeweiligen Ländern, Städten und Gemeinden ein Gesamtkonzept entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln. Alle Akteure können nur in Zusammenarbeit mit einer Gebietskörperschaft des öffentlichen Rechts am Wettbewerbsverfahren teilnehmen. Die Bundesregierung wird auf der Grundlage der Einschätzung einer Jury aus unabhängigen Experten ihre Entscheidung voraussichtlich im März 2012 treffen.

Mit der Umsetzung der bundesweiten Schaufenster Elektromobilität greift die Bundesregierung eine Empfehlung der Nationalen Plattform Elektromobilität auf. Das Projekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt.

Quelle: PM des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)

Finanzierungsinstrument im Lebenszyklus eines Unternehmens

Wirtschaftsministerium (BMWi) stockt ERP-Startfonds auf


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt weitere 250 Mio. Euro für den ERP-Startfonds bereit. Damit soll die Finanzierung junger Technologieunternehmen auch weiterhin sichergestellt werden.

Eine unzureichende Finanzierung ist speziell für junge Technologieunternehmen das mit Abstand größte Innovations- und Wachstumshemmnis. Sie haben insbesondere häufig Schwierigkeiten, Bankkredite zu erhalten, denn diese kommen aufgrund des gegebenen technischen und wirtschaftlichen Risikos oftmals nicht in Frage. Als einzige Finanzierungsmöglichkeit bleibt daher oft das Beteiligungskapital. Hier nimmt der ERP-Startfonds eine wichtige Rolle ein. Er beteiligt sich in gleicher Höhe und zu gleichen wirtschaftlichen Konditionen wie ein privater Leadinvestor an jungen, innovativen Unternehmen und ermöglicht es so, das bereitgestellte Kapital zu verdoppeln. Der ERP-Startfonds stellt in aller Regel über mehrere Finanzierungsrunden insgesamt bis zu 5 Mio. Euro bereit.

Darstellung der Finanzierungsinstrumente im Lebenszyklus Ihres Unternehmens:

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer:

“Der ERP-Startfonds hat sich neben dem High-Tech-Gründerfonds zum wichtigsten Frühphasenfinanzierer junger Technologieunternehmen entwickelt. Ohne das Engagement des Startfonds wäre für viele Technologieunternehmen eine Umsetzung ihres Vorhabens nicht möglich. Gerade für zunächst vom High-Tech-Gründerfonds unterstützte junge Technologieunternehmen stellt er oftmals ein entscheidendes Element für die wichtige Anschlussfinanzierung dar.”

Derzeit läuft eine Evaluierung der ERP-Förderprogramme. Sie bestätigt die positive Einschätzung des ERP-Startfonds als ein sehr erfolgreiches Förderinstrument zur Innovationsfinanzierung in Deutschland.

Der ERP-Startfonds wurde Anfang 2005 gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der KfW-Bankengruppe aufgelegt. Seither hat sich das Zusagevolumen stetig nach oben entwickelt. Mit 80 Mio. Euro wurde 2010 der höchste Zusagestand in einem Jahr erreicht. Bisher wurden insgesamt 821 Verträge mit einem Volumen von rd. 380 Mio. Euro abgeschlossen. Damit konnten mehr als 370 Technologieunternehmen gefördert werden.

Quelle: KfW, BMWi

Kreditmediator Metternich geht an den Start


Der von der Bundesregierung ernannte Kreditmediator, Hans-Joachim Metternich, geht am 1. März 2010 an den Start.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle:

Ich freue mich, dass Herr Metternich nach seiner langjährigen und erfolgreichen Tätigkeit als Sprecher der Geschäftsführung der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) nun für die verantwortungsvolle Aufgabe des Kreditmediators zur Verfügung steht. In einer Art Roadshow wird er in den nächsten Tagen das Mediationsverfahren den Kammern und Verbänden vorstellen. Ich bin zuversichtlich, dass Ende März das Mediationsverfahren steht.

Die zentrale Aufgabe von Herrn Metternich und seinem Team wird es sein, Bank-unabhängig und neutral zwischen Unternehmen und Kreditwirtschaft zu vermitteln und die Unternehmen bei Bedarf in den verschiedenen Phasen des Mediationsverfahrens zu begleiten.

Mit dem Mediationsverfahren können kritische Punkte durch einen neutralen Dritten identifiziert, kommuniziert und im Idealfall beseitigt werden. Ziel ist es, ein einvernehmliches Ergebnis zwischen allen Beteiligten herbeizuführen.

Alle mittelständischen Unternehmen, deren Finanzierungsbemühungen zunächst nicht erfolgreich waren, können sich an Herrn Metternich wenden. Wenn sich dann herausstellt, dass ein Mediationsverfahren nicht der beste Weg ist, leitet der Kreditmediator den Fall an andere geeignete Förder- und Beratungsstellen weiter.

Um das Mediationsverfahren optimal an die Bedürfnisse der mittelständischen Wirtschaft anzupassen, wird es laufend evaluiert und – wenn nötig – verbessert. Man habe sich bewusst entschlossen, manche Einzelheiten in der Anfangsphase noch nicht zu detailliert festzulegen, so Minister Brüderle weiter.

Brüderle kündigte an, dass in einer “Art Roadshow” in den kommenden Tagen das Mediationsverfahren den Kammern und Verbänden vorgestellt werden soll. Er sei zuversichtlich, dass Ende März das Mediationsverfahren stehe, sagte Brüderle.

Der neue Kreditmediator Hans-Joachim Metternich ist seit 1997 Sprecher der Geschäftsführung der landeseigenen Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), die er mit aufgebaut hat. Zuvor war der heute 66-Jährige Manager im rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium tätig. Die ISB ist das zentrale Wirtschaftsförderinstitut des Landes.

Quelle: BMWi

Fördertrends 1: Steinkohlenbergbau ist der Sieger im Subventionswettlauf


Der jetzt vorliegende Haushaltsentwurf des Wirtschaftsministers spiegelt in keiner Weise die vollmundigen Ankündigungen im Koalitionsvertrag wider. Fördermittel online macht die Gewinner und Verlierer des Haushaltsentwurfes sichtbar:

2009

2010

Veränderung

Anteil

Zweckbestimmung

absolut

in %

in %

Steinkohlenbergbau

1594

1661

67

4.2

30.9

Außenwirtschaft

198

255

57

28.8

4.7

Luftfahrt

132

180

48

36.4

3.3

Informations- und Kommunikationstechnik

85

118

33

38.8

2.2

Mittelstandsförderung (ERP)

156

181

25

16.0

3.4

Energieforschung

176

186

10

5.7

3.5

Maritime Wirtschaft

94

104

10

10.6

1.9

Rationellere Energieverwendung

47

49

2

4.3

0.9

Forschungsinstitute

42

43

1

2.4

0.8

Tourismusförderung

27

28

1

3.7

0.5

Bürokratieabbau

12

12

0

0.0

0.2

F&E im Mittelstand

626

625

-1

-0.2

11.6

Wismut GmbH

154

146

-8

-5.2

2.7

DLR und Raumfahrt

1130

1115

-15

-1.3

20.7

Regionalförderung

724

674

-50

-6.9

12.5

Gesamt

5197

5377

180

100

Quelle: BMWi

Überraschender Sieger im Subventionswettlauf ist der Steinkohlenbergbau. Er ist der größte Beihilfeempfänger und konnte auch noch einmal um rekordverdächtige 67 Mio. € zulegen. Dagegen nimmt sich der Zuwachs bei der Mittelstandsförderung mit 25 Mio. € schon sehr bescheiden aus. Und die F&E-Förderung im Mittelstand stagniert sogar. Die Regional- und die Raumfahrtförderung sind auf hohem Niveau der große Verlierer.

Sind da die Weichen richtig gestellt worden? Wo werden in Zukunft Arbeitsplätze geschaffen? Wird der Bedeutung der Wirtschaftsbereiche hier auch nur annähernd Rechnung getragen?
Wohl kaum! Der Haushalt folgt tradierten Mustern und politischen Zwängen. Zero-based-budgeting wäre angesagt gewesen! So wird das nichts mit der Mittelstandsoffensive!!

Konjunkturgipfel: Kein leichterer Zugang zu Förderkrediten zu erwarten


Bei dem gestrigen Konjunkturgipfel der Bundesregierung sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, schon jetzt seien viele Banken nicht in der Lage, “ohne weitere Maßnahmen Kredite zu angemessenen Konditionen an Unternehmen zu geben”.

Um diese Kreditengpässe zu beheben, kündigten die Banken und die Bundesregierung folgende Maßnahmen an:

  1. Deutsche Bank: Fonds einrichten, um das Eigenkapital der mittelständischen Unternehmen zu stärken
  2. Commerzbank: Zusätzlich 10 Mrd. € für Unternehmen mit einem Umsatz von 2,5 bis 500 Mio. € Umsatz
  3. Sparkassen: neues Kreditprogramm mit einem Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro
  4. Bundesregierung: die Banken über die Staatsbank KfW von Kreditrisiken in Höhe von 10 Mrd. € zu entlasten
  5. Bundesregierung: Einsetzung eines Kreditmediators (nimmt ab 1. März 2010 Anfragen entgegen)

Einen leichteren Zugang zu Förderkrediten erwarte ich durch diese Maßnahmen nicht. Es gibt keine zusätzlichen Anreize für die Kreditinstitute Anträge durchzuleiten. Der Kreditmediator nimmt auch erst ab 1. März 2010 seine Arbeit auf. Die Hürde Hausbank lässt sich so für viele Unternehmen nicht überwinden!

Damit haben die Banken und die Sparkassen das lästige Thema “Förderkredite” erst einmal beiseite geschoben. Und da wird es, so ist meine Befürchtung, auch die nächsten Monate bleiben. Trotz der vollmundigen Ankündigungen des neuen Wirtschaftsministers, ein entschlossenes Handeln sieht anders aus.

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