Tag Archives: Eigenkapital
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Gabriel plant Börse für Start-ups


Gabriel: Deutschland muss als Börsenstandort für junge Wachstumsunternehmen wieder attraktiver werden

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat am 18. Dezember in Berlin im Bundeswirtschaftsministerium einen Kreis hochrangiger Vertreter von Start-ups, Venture Capital Gesellschaften, Investoren, Konsortialbanken, Anlegerschützern und der Deutschen Börse zu einem Round Table zusammengerufen. Ziel des Gesprächs war es, sich darüber auszutauschen, wie wieder mehr Börsengänge von wachstumsstarken Start-ups in Deutschland ermöglicht werden können.

Gabriel: “In Deutschland haben wir viele junge innovative Unternehmen, die das Potenzial haben, ein ‘Großer Player’ zu werden. Doch oft bleiben diese Unternehmen hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil es an der Finanzierung in der kapitalintensiven Wachstumsphase hapert. Börsengänge können hier eine Chance bieten, das nötige Kapital zu generieren, um weiter zu wachsen und international erfolgreich zu werden. Dabei möchte ich die Unternehmen unterstützen. Es ist mir daher wichtig, die Börse als bedeutende Finanzierungsquelle für junge Wachstumsunternehmen wiederzubeleben. Hierfür ist eine Kraftanstrengung aller Akteure erforderlich. Daher war es entscheidend, gestern alle Beteiligten, insbesondere auch die finanzierenden Banken und Investoren, an einen Tisch zu bringen. Das Gespräch hat die Bereitschaft aller Beteiligten deutlich unterstrichen, den Vorstoß zur Aktivierung von Börsengängen in Deutschland zu unterstützen und aktiv an einer konzertierten Lösung zu arbeiten.”

Bundesminister Gabriel wird im Sommer 2015 zu einem weiteren Round Table mit gleichem Teilnehmerkreis einladen. Bis dahin sollen verschiedene Arbeitsgruppen aus dem Teilnehmerkreis unter Koordinierung des Bundeswirtschaftsministeriums konkrete Lösungsvorschläge erarbeiten. Die Arbeitsgruppen werden insbesondere auf den beim Round Table diskutierten Handlungsansätzen aufbauen; hierzu gehören etwa ein eigener Börsenindex für Wachstumsunternehmen und Erleichterungen bei den Offenlegungs- und Berichterstattungspflichten beim erstmaligen Börsengang. Daneben soll die Deutsche Börse AG bei der von ihr angekündigten Einrichtung der geplanten vorbörslichen Plattform, die Unternehmen und potenzielle Investoren frühzeitig zusammenbringen soll, begleitet werden.

Quelle: BMWi

 

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Banken stoppen Abwärtstrend im Firmenkundengeschäft


Die Situation im Corporate-Banking hat sich in Deutschland wieder normalisiert. Hatten deutsche Banken im zweiten Halbjahr 2013 mit Blick auf den bevorstehenden EZB-Stresstest auch im Firmenkundengeschäft noch besonders vorsichtig agiert, so sank die gebildete Kreditrisikovorsorge im ersten Halbjahr 2014 deutlich. In der Folge verbesserte sich die Profitabilität. Entsprechend zog der Corporate-Banking-Index der internationalen Managementberatung Bain & Company in der ersten Jahreshälfte 2014 nach einer längeren Durststrecke erstmals wieder an.

  • Erträge im Corporate-Banking sind in Deutschland im ersten Halbjahr 2014 um vier Prozent gestiegen
  • Profitabilität des Firmenkundengeschäfts steigt um 25 Prozent
  • Banken profitieren insbesondere von geringerer Kreditrisikovorsorge
  • Eigenkapitalrendite liegt jetzt bei 17 Prozent vor Steuern

Hoffnungsschimmer für Deutschlands Banken: Nach dreijähriger Talfahrt erholt sich das traditionell renditestarke Firmenkundengeschäft zumindest vorläufig. Der Bain-Corporate-Banking-Index stieg im ersten Halbjahr 2014 in beiden Dimensionen. Während die Erträge im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2013 um vier Prozent zulegten – dies vor allem volumenbedingt –, verbesserte sich die Profitabilität sogar um 25 Prozent (Abb. 1).  Ein harter Wettbewerb und die anhaltend niedrigen Zinsen begrenzen die Ertragspotenziale. Das Renditeniveau bleibt trotzdem attraktiv.

Leichter Anstieg des Kreditvolumens

Der entscheidende Treiber für die höhere Profitabilität im ersten Halbjahr 2014 war ein Rückgang der gebildeten Kreditrisikovorsorge um 36 Prozent gemessen an der zweiten Jahreshälfte 2013. Damals hatten viele Banken ihr Kreditbuch mit Blick auf den bevorstehenden EZB-Stresstest noch einmal sorgfältig durchkämmt. Nun bewegt sich die Kreditrisikovorsorge wieder auf dem Durchschnittsniveau der vergangenen sieben Jahre. Parallel dazu hat sich das Kreditvolumen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres leicht ausgeweitet – um fünf Milliarden Euro auf 987 Milliarden Euro.

Das Kreditgeschäft bleibt das wichtigste Ankerprodukt im Corporate-Banking. Der Zinsüberschuss stand im ersten Halbjahr 2014 für 72 Prozent der Erträge. Allerdings schwächt das geringe Zinsniveau die Bedeutung des Kreditgeschäfts. Ende 2012 hatte es noch einen Anteil von 76 Prozent. „Der wachsende Anteil des Provisionsüberschusses ist tendenziell ein gutes Zeichen“, stellt Dr. Jan-Alexander Huber fest, Partner bei Bain & Company und Corporate-Banking-Experte. „Auf diese Weise gelingt es den Banken, sich bis zu einem gewissen Grad von ihrer Abhängigkeit vom Kreditgeschäft zu befreien.“

Cost Income Ratio sinkt auf 41 Prozent

Auch auf der Kostenseite gibt es Fortschritte. Die Verwaltungskosten gingen im ersten Halbjahr 2014 leicht zurück, nicht zuletzt deshalb verbesserte sich die Cost Income Ratio auf 41 Prozent. In erster Linie beruht die deutlich höhere Profitabilität im Corporate-Banking aber auf der erheblich gesunkenen Kreditrisikovorsorge. In der Folge stieg die Eigenkapitalrendite vor Steuern um zwei Prozentpunkte auf 17 Prozent in der ersten Jahreshälfte 2014. Von 2010 bis 2012 und in den Vorkrisenjahren konnte die Branche in diesem Geschäftsbereich indes Renditen von mehr als 20 Prozent erwirtschaften (Abb. 2). Eine Rückkehr auf dieses Niveau dürfte vielen Banken in den kommenden Jahren äußerst schwerfallen.

Vor diesem Hintergrund müssen die Kreditinstitute unabhängig von ihrer Größe im Corporate-Banking vorrangig an zwei Stellschrauben ansetzen. Gebot der Stunde für die Banken ist es, durch eine konsequente Kundenorientierung bestehende Ertragspotenziale entlang der gesamten Produktpalette besser auszuschöpfen. Der Erfolg im Cross-Selling macht im Wettbewerb den entscheidenden Unterschied. Gleichzeitig gilt es, im Risikomanagement nicht nachzulassen. Erst kürzlich hat Bain in einer Bankenstudie zum deutschen Markt aufgezeigt, dass Deutschlands Kreditinstitute weiter an ihren Geschäftsmodellen arbeiten müssen.

„Die Banken stehen vor einem tief greifenden Strukturwandel“, betont Bankenkenner Sinn. „Und der betrifft auch das Firmenkundengeschäft. Es wäre fatal, wenn sich die Banken auf den Erfolgen der vergangenen Monate ausruhen würden. Vielmehr müssen sie alles daran setzen, die Ertragskraft des Corporate-Banking nachhaltig zu stärken.“

Quelle: Bain & Company

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EU und EIB-Gruppe erleichtern Zugang zu Innovationsfinanzierungen


Die Europäische Kommission und die Europäische Investitionsbank (EIB)-Gruppe bringen neue Finanzinstrumente und Beratungsdienste an den Start. Diese sollen innovativen Unternehmen den Zugang zu Kapital erleichtern. Unter der Bezeichnung “InnovFin – EU-Mittel für mehr Innovation” sollen die neuen Produkte in den nächsten sieben Jahren Investitionen von über 24 Milliarden Euro in Forschung und Innovation (FuI) ermöglichen. Damit soll ein Investitionseffekt von bis zu 48 Milliarden Euro möglich sein.

“InnovFin – EU-Mittel für mehr Innovation” wird verschiedene Produkte umfassen – von Garantien für Finanzintermediäre über Direktdarlehen an Unternehmen bis hin zu Beratungsleistungen. Die Förderung richtet sich an FuI-Projekte, die an Horizont 2020 teilnehmen. In Betracht kommen sehr kleine Vorhaben genauso wie Großprojekte.

InnovFin Large Projects (Großprojekte) erleichtert den Zugang zu Risikokapital vornehmlich für größere Unternehmen, Universitäten und öffentliche Forschungseinrichtungen, FuI-Infrastruktureinrichtungen. In die Förderung eingeschlossen sind auch Projektträger, die “First-of-a-kind”-Projekte und Demonstrationsprojekte in industriellem Maßstab durchführen. Die Europäische Investitionsbank vergibt Darlehen zwi-schen 25 Millionen Euro und 300 Millionen Euro direkt an die Empfänger.

InnovFin MidCap Growth Finance (Wachstum für Midcap-Unternehmen) bietet vorrangige und nachrangige FuI-Darlehen oder Garantien. Dieses Produkt soll in erster Linie größeren innovativen Midcap-Unternehmen (bis 3 000 Mitarbeiter), aber auch KMU den Zugang zu Finanzierungen erleichtern. Die Europäische Investitionsbank vergibt Darlehen zwischen 7,5 Millionen Euro und 25 Millionen Euro direkt an die förderfähigen Empfänger.

InnovFin MidCap Guarantee (Garantien für Midcap-Unternehmen) bietet Garantien oder Eventualkredite zwischen 7,5 Millionen Euro und 25 Millionen Euro, um vor allem größeren innovativen Midcap-Unternehmen (bis 3 000 Mitarbeiter) den Zugang zu Finanzierungen zu erleichtern. Die Partnerinstitute erhalten eine Garantie, dass ein Teil ihrer potenziellen Verluste von der EIB besichert wird.

InnovFin SME Guarantee bietet Garantien oder Rückgarantien für Fremdkapitalfinanzierungen zwischen 25 000 Euro und 7,5 Millionen Euro, um innovativen KMU und kleinen Midcaps (bis 499 Mitarbeiter) den Zugang zu Finanzierungen zu erleichtern. Für die Umsetzung ist der Europäische Investitionsfonds zuständig, der das Produkt über Banken und Finanzinstitute weiterleitet. Die Partnerinstitute erhalten eine Garantie, dass ein Teil ihrer potenziellen Verluste aus den Fremdkapitalfinanzierungen vom EIF besichert wird.

Quelle: EIB

von links: Helmut Haimerl (Steinbeis Verbund), Gunnar Balkow (BMZ Batterien-Montage-Zentrum GmbH), Prof. Peter Naumann (Naumann-Design), 
Paul Leibold (VISPIRON Carsync GmbH), Peter Schwanemann (Heinzmann GmgH & Co.KG), Robert Maier (Roding Automobile GmbH) 
Falk Langer (Fraunhofer ESK)

Green Your City!


Wir laden Sie herzlich zu der Kooperationsveranstaltung
des bdvb e.V. und des Green City e.V. ein 

Wie lassen sich nachhaltige Infrastrukturen entwickeln, finanzieren und vermarkten?

Diskutieren Sie mit unseren Experten

am 17. Juli 2014 ab 18.30

in den Räumen der Green City Energy AG
Zirkus-Krone-Straße 10, 80335 München

 München boomt, bald leben in der Landeshauptstadt 1,6 Millionen Menschen. Mit entsprechenden Konsequenzen: Die Infrastruktur stößt an ihre Grenzen, wertvolle Lebenszeit stehen wir im Stau und hohe Feinstaubwerte machen uns krank.

Deshalb setzen immer mehr Metropolen auf nachhaltige Konzepte für saubere Mobilität und Energie. Wir greifen diesen Megatrend auf und gehen der Frage nach: Wie lassen sich nachhaltige Infrastrukturen entwickeln, finanzieren und vermarkten? Antworten suchen wir in den Bereichen Mobilität und Energie:

Mobilität und ZERO-Emission – geht das zusammen?

Einen innovativen Vorschlag vertreten die Initiatoren des CITYeTAXI. Mit ihrem vom Bundeswirtschafts-ministerium geförderten Vorhaben möchten sie zur Reduzierung der Blechlawinen in unseren Städten beitragen. Wir freuen uns Ihnen dieses Vorhaben erstmals der Öffentlichkeit in München zu präsentieren.

Aufbau nachhaltiger Infrastrukturen

Die Green City Energy AG steht für den Umbau der Energieversorgung auf 100 % Erneuerbare Energien in Bürgerhand. Weg von der zentralisierten Energieproduktion der Konzerne, hin zu einer dezentralen Energieproduktion auf kommunaler Ebene. Der Vorstand der Green City Energy AG lässt uns an seinen Erfahrungen bei der Vermarktung dezentraler Energieprojekte teilhaben.

Diskutieren Sie mit unseren Experten über die Herausforderungen nachhaltiger Konzepte.

Unser Programm:

   1. Begrüßung Einführung

Bedeutung nachhaltiger Infrastrukturen für lebenswerte Städte; Green City e.V.
Bedeutung der Nachhaltigkeit in den Wirtschaftswissenschaften; BDVB e.V.

    2. Mobilität und ZERO-Emission – geht das zusammen?
Paul Leibold: ACM – ein emissionsfreies Mobilitätssystem für Städte
Helmut Haimerl: Herausforderungen und Wege der Finanzierung innovativer Konzepte

    3. Aufbau nachhaltiger Infrastrukturen
    Jens Mühlhaus: Vermarktung nachhaltiger Energiekonzepte

    4. Podiumsdiskussion und Fragen an das Podium

    Anschließend: Rooftop Get Together

 

Wir freuen uns Sie zu begrüßen

Ihr

Vorstandsteam BG München / Südbayern
Vors. des Vorstandes: Dipl.-Kff. Heike Bingmann
Green City: Martin Glöckner, Jens Mühlhaus, Rauno Andreas Fuchs

 

Wir danken unseren Kooperationspartnern:

   

 

 

 

Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 10. Juli 2014 mit dem nachfolgenden Formular an

 

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Wie Unternehmen und Forschungseinrichtungen das Neue erfolgreich kommunizieren


Veranstaltungstipp: wbpr_ Seminar “Innovationskommunikation”

Innovationen sind Treiber für Fortschritt, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Wissenschaftler und Innovationsmanager im Unternehmen treffen auf eine kritische Öffentlichkeitund ein Mediensystem, in dem eine differenzierte Berichterstattung über Innovationen nur wenig Platz findet.

An den Schnittstellen von Wissenschaft, Technologie, Unternehmen, Politik und Gesellschaft leistet erfolgreiche Innovationskommunikation die Übersetzung zwischen den Sprachen, Gepflogenheiten und zugrunde liegenden Annahmen dieser Gruppen, kurz: Innovationskommunikation bringt das Neue erfolgreich in die Welt.

Sie erfahren, welche Erfolgsformate der Innovationskommunikation für Sie relevant und anwendbar sind und wie Sie Risiken minimieren. Sie sind bei dem Seminar unser Gast. Wir laden Sie gerne zu einem kleinen Frühstück ein.

Bitte melden Sie sich bis zum 16. Mai 2014 mit beiliegendem Antwortfax oder per E-Mail an stephan.eichenseher@wbpr.de an.

Frühstücken Sie mit wbpr:

Freitag, 23. Mai 2014

9:30 Uhr bis 11:30 Uhr

Amerika-Haus

Karolinenplatz 3, 80636 München

wbpr_ Kommunikation steht für

  • langjährige Erfahrung in der Unternehmens- und Krisenkommunikation
  • ein starkes Netzwerk in der deutschen Wirtschafts- und Medienlandschaft
  • fundierte Kompetenz, wie man Themen durch Kampagnen und andere Formate aufmerksamkeitsstark setzt
  • strategischen Weitblick gepaart mit pragmatischer Umsetzung
  • die richtige Agenturgröße, um effizient zu arbeiten, und doch große Projekte stemmen zu können
KfW_Gründer

Neue Richtlinie verbessert “INVEST – Zuschuss für Wagniskapital”


Mit dem “Investitionszuschuss Wagniskapital” unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) seit Mai 2013 Beteiligungen privater Investoren an jungen innovativen Unternehmen. Anlässlich der aktuellen Richtlinienänderung wird die Maßnahme in “IN-VEST – Zuschuss für Wagniskapital” umbenannt. Zudem wurden auf Basis der Erfahrungen aus dem ersten Jahr die Fördervoraussetzungen besser an die Besonderheiten des deutschen Wagniskapitalmarktes angepasst.

Die geänderte Richtlinie für INVEST bringt zusätzliche Erleichterungen für Investoren und innovative Start-ups: Der Kreis der förderfähigen Investoren wird beispielsweise um sogenannte Business-Angel GmbHs erweitert, in denen sich bis zu vier Gesellschafter für gemeinsame Investitionen zusammengeschlossen haben. Zudem werden zusätzliche Kriterien eingeführt, durch die Unternehmen als innovativ und somit als förderwürdig eingestuft werden. Künftig zählen auch Unternehmen als innovativ, die Inhaber eines Patentes sind oder in den zwei Jahren vor Antragstellung eine Förderung für ein Forschungs- oder Innovationsprojekt in Anspruch genommen haben.

Mit INVEST erhalten private Investoren, die sich mit mindestens 10.000 Euro am Eigenkapital eines jungen innovativen Unternehmens beteiligen, 20 Prozent der Beteiligungssumme als Zuschuss erstattet. Gleichzeitig werden mit INVEST kapitalsuchende Unternehmen unterstützt. Sie erhalten im Rahmen des Antragsprozesses ihre Förderfähigkeit für INVEST bestätigt. Damit können die Unternehmen bei potenziellen Investoren um Kapital werben. Für die administrative Umsetzung von INVEST ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Bereits im ersten Jahr konnte INVEST der Start-up- und Business Angel-Szene einen wichtigen Impuls geben: Über 350 Beteiligungen privater Investoren an jungen innovativen Unternehmen wurden unterstützt. Mit Zuschüssen von insgesamt 5,3 Millionen Euro wurde Wagniskapital von über 25 Millionen Euro für junge innovative Unternehmen mobilisiert.

Damit INVEST voll umfänglich wirken kann, setzt sich die Bundesregierung dafür ein, den Zuschuss noch in diesem Jahr von Ertragssteuern zu befreien. Damit soll der Zuschuss einer steuerlichen Förderung von Business Angel-Investitionen wirtschaftlich gleichgestellt sein.

Quelle: BMWi

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KfW-Mittelstandspanel 2013: Positive Geschäftserwartungen lassen auf Anspringen der Innovationsaktivitäten hoffen


Die Innovationstätigkeit mittelständischer Unternehmen hat sich auch im dritten Jahr nach der 2008/09-Krise noch nicht wieder von der deutlichen Zäsur erholt. Seit Mitte der 2000er-Jahre sank die Innovationstätigkeit mit rund einem Drittel bei den kleinen Unternehmen (weniger als 10 Beschäftigte)am stärksten.

Wichtigste Voraussetzung für eine Ausweitung der Innovationsanstrengungen im Mittelstand ist nach Ansicht der befragten Unternehmen die Verbesserung der individuellen Geschäftslage. Dies gilt gerade für die kleinen Unternehmen. Die seit der Befragung im Frühjahr 2013 deutlich aufgehellten Konjunkturaussichten für 2014 lassen somit auf ein Anspringen der Innovationsaktivitäten im Mittelstand hoffen.

Zweitwichtigster Treiber für Innovationen ist das Marktumfeld. Ein spürbarer Wettbewerb um überlegene Problemlösungen für die Kunden – weniger ein reiner Preiswettbewerb – setzt einen wesentlichen Anreiz für verstärkte Innovationsanstrengungen. Offene Märkte für Güter und Dienstleistungen sind eine wichtige Voraussetzung hierfür. Die häufige Nennung der eigenen Finanzierungssituation unterstreicht die hohe Bedeutung von Finanzierungsschwierigkeiten als Innovationshemmnis. Eine Verbesserung der Innenfinanzierungskraft der Unternehmen kann im Zuge der anziehenden Konjunktur erwartet werden.

Darüber hinaus stellen die Unternehmensbesteuerung, der Kreditzugang und spezifische Maßnahmen zur Innovationsfinanzierung mögliche Ansatzpunkteder Wirtschaftspolitik dar. Nicht zuletzt belegt diese Studie erneut, dass gesetzliche und bürokratische Regelungen als Hindernis für die eigene Innovationstätigkeitwahrgenommen werden.

Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschlandwerden in den kommenden Jahrzehnten durch die Megatrends demografische Entwicklung, Klimawandel, Ressourcenverknappung und zunehmende Globalisierung geprägt. Um diese Herausforderungen zu bewältigen und den Wohlstand in Deutschland zu sichern, braucht es permanente und verstärkte Investitionen in Forschung und Innovation. Die Innovationsanstrengungen mittelständischer Unternehmen bilden hierbei einen wichtigen Baustein.

Quelle: KfW

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