Horizon 2020: Fast Track to Innovation startet im Januar

„Fast Track to Innovation“ ist ein neues themenoffenes Förderschema, um Ideen besonders schnell auf den Markt zu verhelfen. Gefördert wird nur die abschließende Entwicklung in Projekten mit 3 – 5 Partnern. Dabei sollen die Projekte eine besonders hohe Industriebeteiligung haben. Anträge können ab dem 6. Januar 2015 jederzeit auf dem Teilnehmerportal eingereicht werden. Die Stichtage im Jahr 2015 sind am 29.04.2015, 01.09.2015 und 01.12.2015.

Mit „Fast Track to Innovation“ (FTI) sollen Industrie und neue Akteure besser in Horizont 2020 eingebunden werden. Dadurch sollen fortgeschrittene neue Ideen schnell in marktfertige Produkte, Verfahren, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle oder ähnliches transferiert werden. Gesucht werden interdisziplinäre und transsektorale Ansätze. Dabei zielt FTI auf technologische Durchbrüche und Service-Innovationen ab.

Entsprechend starten die Projekte ab dem Technology Readiness Level (TRL) 6 („Demonstration unter Einsatzbedingungen“). Der Projektgegenstand kann im Rahmen der Programmbereiche „Führende Rolle in grundlegenden und industriellen Technologien“ und „Gesellschaftliche Herausforderungen“ von Horizont 2020 frei gewählt werden. Allerdings sollte es sich dabei um hochinnovative, disruptive Ideen handeln, die das Potenzial haben, bestehende Märkte entscheidend zu verändern (wie beispielsweise Smartphones auf demHandymarkt). Sie sollen schnell entwickelt und auf den Markt gebracht werden können.

Bewertet wird das Potenzial der Idee, Märkte zu erobern. Dabei spielt eine besondere Rolle, inwiefern sich das Projekt auf das Wachstum von Umsatz und Arbeitsplätzen niederschlägt und ob dadurch privates Investment stimuliert werden kann.

Die Konsortien müssen aus drei bis fünf Partnern bestehen. Diese müssen ihren Sitz in mindestens drei Staaten der EU oder in assoziierten Staaten haben. Das Instrument ist für alle Arten von Partnern offen, sei es zum Beispiel Großindustrie oder Hochschulen. Vom Budget sollen mindestens 60 % an die Industrie (private, gewinnorientierte Organisationen) gehen und/oder eine Mindestzahl an Industriepartnern beteiligt werden. Dies sind bei drei oder vier Partnern mindestens zwei Partner aus der Industrie, bei fünf Partnern mindestens drei.

Der Antrag soll das Potenzial von Projekt und Konsortium darlegen und einen Business-Plan enthalten. Letzterer soll das Marktpotenzial, die Geschäftschancen und die Wahrscheinlichkeit eines kommerziellen Erfolges beschreiben. Das Evaluierungsverfahren ist einstufig. Es gibt drei Stichtage im Jahr. Eine Antragseinreichung ist jedoch jederzeit möglich. Bis drei Monate nach dem Stichtag soll die Förderentscheidung bekannt gegeben werden, nach weiteren drei Monaten soll der Vertrag ( Grant Agreement ) unterzeichnet sein, so dass das Projekt nach sechs Monaten starten kann.

Gefördert werden Aktivitäten zur Förderung von Innovation. Dies reicht von der Demonstrationsphase bis zur Marktaufnahme. Konkret kann dies Pilotphasen, Versuchseinrichtungen, Systemvalidierung, Validierung von Geschäftsmodellen, pränormative Forschung oder das Setzen von Standards umfassen.

FTI ist eine Pilotinitiative, die 2015/16 getestet wird. Pro Jahr steht ein Budget von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt drei Millionen Euro. Die Förderquote beträgt70 % der erstattungsfähigen Kosten. Gegebenenfalls müssen 60 % des Projektbudgets an Partner aus der Industrie gehen (siehe oben).

 

Quelle: BMWi

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