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Krise ade: KfW sagt solides Wachstum voraus


„Wir sehen gute Chancen, dass die deutsche Wirtschaft die momentane Schwächephase zügiger als erwartet überwinden kann.“ (Dr. Norbert Irsch)

Nach dem Rückgang im Schlussquartal 2011 wird das deutsche BIP im Jahr 2012 bereits im 1. Quartal wieder leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal wachsen. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Realwachstum von 1,2 Prozent. 2013 dürfte das BIP dann sogar um kräftige 1,9 Prozent zulegen.

Treiber dieser soliden Entwicklung ist die graduelle Aufhellung der Weltwirtschaft, vor allem aber die Renaissance der Binnennachfrage. Der Aufschwung ist allerdings anfällig für Rückschläge, wobei von der Schuldenkrise in Euroland noch immer die größten Risiken ausgehen.

Quelle: KfW

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Söder und Zeil: 205 Millionen Euro an zinsverbilligten Förderdarlehen


Bayern stärkt den Mittelstand und erleichtert Investitionen in Zukunftsprojekte. Dazu stellt der Freistaat zinsverbilligte Darlehen von rund 205 Millionen Euro zur Verfügung, erklärten Dr. Markus Söder, Finanzminister, und Martin Zeil, Wirtschaftsminister.

Markus Söder bei einem Festakt in Schrobenhausen

Image via Wikipedia

„Energiewende und Umwelttechnologie bieten dem Mittelstand herausragende Chancen. Auch der Ökokredit soll es Unternehmen erleichtern, innovative Projekte umzusetzen. Der Mittelstand mit seinem hohen Engagement kann hier Gewinner sein“, so Söder. Zudem setzt der Freistaat weiterhin mit Förderprogrammen auf einen starken Technologiestandort Bayern, „denn unser technologischer Vorsprung ist kein Selbstläufer, sondern eine permanente Herausforderung“, so Zeil.

Deutsch: Martin Zeil (* 1956), bayerischer Sta...

Image via Wikipedia

Die notwendigen Mittel für die zinsverbilligten Darlehen werden aus der Gewinnabführung der LfA Förderbank Bayern bereitgestellt. Die 205 Millionen Euro zinsverbilligte Darlehen sichern die Fortführung bereits bestehender Förderprogramme und dienen der Kapitalversorgung der mittelständischen Wirtschaft. Die zinsverbilligten Darlehen werden insbesondere in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • 50 Millionen Euro, um Unternehmen bei Konsolidierungsvorhaben zu unterstützen. Mit diesen Darlehen wird Betrieben im Rahmen eines umfassenden Konsolidierungskonzeptes Hilfestellung gewährt. Gemeinnützige Kur- und Rehabilitationseinrichtungen werden wie bisher unter bestimmten Voraussetzung ebenso gefördert.
  • 40 Millionen Euro für Ökokredite
    Damit werden verstärkt Investitionen gewerblicher Unternehmen für die Abwasserreinigung, Luftreinhaltung, Lärmschutz, Abfallwirtschaft, Energieeinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien sowie Boden- und Grundwasserschutz unterstützt.
  • 30 Millionen Euro zur Technologieförderung
    Damit sollen Projekte und Vorhaben unterstützt werden, die den Einsatz neuer Technologien in Produkten und Produktionsverfahren ermöglichen.
  • 31 Millionen Euro werden bereitgestellt, um regionale Förderprogramme für die gewerbliche Wirtschaft aufzustocken. Dabei werden insbesondere Investitionen gefördert, die Arbeitsplätze vorwiegend im ländlichen Raum sichern und schaffen.
  • 53 Millionen Euro fließen zusätzlich in das Bayerische Mittelstandskreditprogramm, aus dem die LfA Förderbank Bayern zinsverbilligte Start- und Investivkrediteausreicht.

Ein gutes Beispiel für die Verwendung der Mittel ist der zinsverbilligte Investivkredit. Über die Kombination mit dem ebenfalls stark verbilligten Ökokredit ergeben sich gegenüber einer traditionellen Hausbankfinanzierung erhebliche Einsparungen.

Das Steinbeis Beratungszentrum für Technologieförderung & Projektfinanzierung kann Sie wirkungsvoll bei der Auswahl, Antragstellung und Durchsetzung wirkungsvoll unterstützen.

Quelle: LfA

KfW Konjunkturkompass: Wirtschaftswachstum sinkt 2012 auf +1,0 %


Der beeindruckende deutsche Aufschwung der vergangenen zwei Jahre erlebt nach einem guten 3. Quartal seinen Schlusspunkt: Legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und September noch einmal um kräftige +0,5 % (alle Wachstumsraten preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal zu, so steht die Wirtschaft nun vor einem schwachen Winterhalbjahr. Der KfW-Konjunkturkompass prognostiziert für das Schlussquartal 2011 einen leichten BIP-Rückgang von -0,2 % ggü. Vorquartal und erwartet für das Gesamtjahr 2012 lediglich ein Wachstum von +1,0 %. Dies entspräche nur noch einem Drittel der für das Jahr 2011 erwarteten Wachstumsrate von +3,0 %.


Der Konjunkturausblick leidet vor allem unter dem zurzeit außerordentlich hohen Ausmaß an Verunsicherung wegen der sich weiter zuspitzenden Eurokrise. Aber auch handfeste realwirtschaftliche Faktoren signalisieren ein Ende des deutschen Aufschwungs, z. B. die weltweite Wachstumsverlangsamung sowie die notwendigen fiskalischen Konsolidierungsanstrengungen insbesondere in der Eurozone, die für gut 40 Prozent der deutschen Ausfuhren steht. Beides dämpft die Nachfrage nach deutschen Exportgütern.

„Nach zwei sehr starken Jahren steht das deutsche Wirtschaftswachstum vor einem deutlichen Rückschlag“, sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Wie es 2012 weitergehe, hänge  entscheidend davon ab, ob in einem überschaubaren Zeitrahmen ein glaubwürdiger Ansatz zur Überwindung der Eurokrise gefunden werde, sodass sich die Unsicherheit wenigstens zum Teil auflöse und wieder mehr Zukunftsvertrauen einkehren könne. Unter diesen Bedingungen könnten Deutschlands fortbestehende Stärken – wettbewerbsfähige Unternehmen mit einer global interessanten Angebotspalette hochwertiger Kapitalgüter, robuster Arbeitsmarkt, vergleichsweise solide Staatsfinanzen – wieder vermehrt zum Tragen kommen und die temporäre Wachstumsschwäche im Verlauf von 2012 überwunden werden. Ein im Wesentlichen von der Binnennachfrage getragener BIP-Zuwachs von +1,0 % ist so erreichbar.

Sollte sich jedoch bis spätestens zum kommenden Frühjahr keine überzeugende Perspektive zur Kriseneindämmung abzeichnen, wird der Schwächeeinbruch der deutschen Wirtschaft nach Einschätzung der KfW tiefer und länger ausfallen. „Dann dürfte sich der Teufelskreis aus fallendem Vertrauen, zunehmendem Attentismus und sinkender Nachfrage intensivieren und nur noch schwer zu durchbrechen sein. Eine Rezession auch in Deutschland wird dann wahrscheinlich“, warnt der KfW-Chefvolkswirt. Der KfW-Konjunkturkompass rechnet in diesem Risikoszenario für 2012 mit einer Schrumpfung des BIP um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. „Noch können EZB sowie europäische und nationale Wirtschaftspolitik dies verhindern. Entscheidend ist nach unserer Einschätzung, dass die Konsolidierungsmaßnahmen in den „gestressten“ Ländern mit wachstumsstärkenden Strukturreformen und Investitionen flankiert werden. Zudem muss die EZB glaubwürdig signalisieren, dass sie eine sich selbst verstärkende Liquiditätskrise, die letztlich in eine echte Solvenzkrise mit allen Folgen für die Realwirtschaft mündet, in großen europäischen Ländern nicht zulassen wird.“

Quelle: KfW

Durch Bürgschaften erhalten KMU überhaupt erst einen Kredit


Die Verwerfungen auf den Finanz- und Kapitalmärkten haben dazu geführt, dass zahlreiche Kreditinstitute ihre Kreditvergabepolitik noch restriktiver gestalten. Die Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen trifft kleine und junge Unternehmen in besonders starkem Maße überhaupt einen Kredit zu erhalten. In dieser Situation hat der Staat die Vergabe von Bürgschaften durch die deutschen Bürgschaftsbanken erleichtert.

Die Deutschen Bürgschaftsbanken ermöglichen durch die Vergabe von Bürgschaften und Beteiligungsgarantien Investitionen und Umsätze, die ohne diese Sicherungsinstrumente nicht zustande kämen. Diese wiederum haben unmittelbare und mittelbare positive Auswirkungen auf Beschäftigung oder Steuereinnahmen.

2009 sicherten die deutschen Bürgschaftsbanken rd. 8.000 Finanzierungsvorhaben ab. Das übernommene Bürgschafts- und Garantievolumen lag bei rund 1,3 Mrd. Euro. Damit wurden Kredite und Beteiligungen in Höhe von 1,8 Mrd. Euro ermöglicht. Ein Schwerpunkt der Förderung liegt in der Finanzierung von Existenzgründungen und Betriebsübernahmen.

Die Wirkungen der staatlichen Bürgschaften untersuchte jetzt das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V.

Der gesamtwirtschaftliche Nutzen der Deutschen Bürgschaftsbanken

Durch die Arbeit der Bürgschaftsbanken, …

… erhöht sich das Bruttoinlandsprodukt um jährlich durchschnittlich 3,4 Mrd. Euro.

… wächst die Anzahl der Beschäftigten jährlich durchschnittlich um 29.500.

… reduziert sich die Anzahl der Erwerbslosen jährlich durchschnittlich um 23.200.

… sind Sozialversicherungsbeiträge des Unternehmenssektors langfristig um jahresdurchschnittlich 100 Mio. Euro niedriger (bspw. aufgrund positiver Arbeitsmarktentwicklungen).

… fallen die Gütersteuern jährlich um 500 Mio. Euro und die Einkommens- und Vermögenssteuern durchschnittlich um 500 Mio. Euro höher aus.

… steigt der Finanzierungssaldo des Staates, also die Differenz von gesamtstaatlichen Einnahmen und Ausgaben, jährlich um durchschnittlich rund 1 Mrd. Euro.

… übersteigt der Finanzierungssaldo des Staates seine Inanspruchnahme aus der Rückbürgschaft sogar um das rund 7-fache.

Insgesamt zeigt die Studie damit die erheblichen positiven gesamtwirtschaftlichen Wirkungen durch die Gewährung von Bürgschaften und Garantien.

Unter Förderberatung erhalten Sie Unterstützung für Ihren Bürgschaftsantrag.

Quellen: Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V; Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V

Kreditklemme ade: Banken vergeben wieder leichter Kredite


Das ist das Ergebnisse des ifo Konjunkturtests im April 2010. Die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im April erneut gesunken. Von den befragten Unternehmen stufen 36,1% die Kreditvergabe durch die Banken als restriktiv ein. Das sind 2,6 Prozentpunkte weniger als im März. Die Unternehmen in Deutschland können sich momentan wieder etwas einfacher über Bankkredite finanzieren.

Die Kredithürde ist über alle betrachteten Wirtschaftsbereiche hinweg gefallen – im verarbeitenden Gewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Handel. Innerhalb des verarbeitenden Gewerbes ist sie für große Unternehmen um 0,9 Prozentpunkte auf 43,4%, für mittelgroße Unternehmen um 3,2 Prozentpunkte auf 34,6% und für kleine Unternehmen um 1,1 Prozentpunkte auf 38,5% gesunken. Im Bauhauptgewerbe haben die Klagen über schwierige Kreditverhandlungen ebenfalls nachgelassen. Derzeit schätzen 43,5% der befragten Unternehmen im Bauhauptgewerbe die Kreditvergabe als restriktiv ein. Die Kredithürde sinkt damit in diesem Bereich um 1,1 Prozentpunkte. Im Handel ist die Kredithürde um 3,8 Prozentpunkte gefallen. Aktuell bewerten dort 31,2% der Firmen die Kreditvergabe der Banken als zurückhaltend.

Quelle: http://www.cesifo-group.de

Kreditgeschäft für Unternehmen schrumpft über 20 %


Aufgrund der schwachen Kreditnachfrage und den nach wie vor schwierigen Finanzierungsbedingungen wird das Neugeschäft  im ersten Quartal 2010 weiter zurückgehen. Das ist das Ergebnis des KfW-Kreditmarktausblicks für März 2010.

Die Schrumpfung wird sich nach Einschätzung der KfW im Bereich von 17 bis 23 % gegenüber dem Vorjahresquartal (über zwei Quartale gemittelt) bewegen. Auch für das zweite Quartal ist keine Belebung am Kreditmarkt zu erwarten. Die KfW rechnet auch für diesen Zeitabschnitt mit einem Rückgang ähnlicher Dimension.

Bereits zum Jahresende 2009 schrumpfte das Kreditneugeschäft der deutschen Kreditinstitute mit Unternehmen und Selbstständigen um knappe 18 % gegenüber dem Vorjahresquartal (gleitende Zuwachsrate über zwei Quartale). Trotz des Rekordrückgangs liegt nach Einschätzung der KfW weiterhin keine breite, flächendeckende Kreditklemme vor. Die Schwäche am Kreditmarkt führt die KfW primär auf nachfrageseitige Faktoren zurück.


Bislang hat die schwache Nachfrage nach Investitionskrediten die Lage am Kreditmarkt entschärft. Erholt sich die Weltkonjunktur rasch, so führt dies auch zu einer stärkeren Nachfrage am Kreditmarkt. Viele Unternehmen befürchten, dass die ohnehin geschwächten Geschäftsbanken ihr Angebotsverhalten restriktiver handhaben. Die bevorstehenden Belastungen für die Eigenkapitalposition sowie die zu erwartende Herabstufung der Bonität vieler Unternehmen werden diese Tendenz noch verstärken. Unternehmen sollten deshalb frühzeitig zu den derzeit günstigen Konditionen ihre Finanzierung sichern.

Quelle: KfW

Kreditmediation: So nutzen Sie das Verfahren


Der Kreditmediator hat am 1. März seine Arbeit aufgenommen. Anträge können Sie voraussichtlich ab Ende März 2010 stellen. Ganz grundsätzlich, der Kreditmediator

… trifft keine Kreditentscheidung

… ist neutral und unparteiisch

… ist zur Verschwiegenheit verpflichtet

… ist an einem zügigen Verfahren interessiert

… kann unverbindliche Vorschläge und Alternativen entwickeln

Jetzt sind erste Grundzüge über den geplanten Ablauf des Mediationsverfahrens bekannt geworden.

Zunächst wenden Sie sich an den Kreditmediator Deutschland (KMD) und schildern die Sachlage. Sie nennen Kreditinstitut und Ansprechpartner und stellen wesentliche Unterlagen zur Verfügung. Und natürlich befreien Sie das Kreditinstitut gegenüber der KMD und allen Beteiligten vom Bankgeheimnis.

Ist eine Einigung nicht wahrscheinlich findet kein Mediationsverfahren statt. Sie erhalten eine offizielle Ablehnung durch Schreiben des Mediators, auch Ihre Hausbank wird informiert.

Erfolgt nach erneuter Prüfung durch die Hausbank eine Einigung, erklärt der Mediator ebenso das offizielle Ende durch Schreiben an Antragsteller und Hausbank.

Ist eine Einigung wahrscheinlich empfiehlt der Mediator die Einbindung regionaler Partner. Der Kreditmediator stellt seine Unterlagen den genannten Partnern zur Verfügung und informiert die Hausbank. Die IHKs/HWKs als regionale Partner benennen einen Ansprechpartner innerhalb 14 Tage im Auftrag des Mediators.

Am Mediationstisch sitzen IHK/HWK, Förder-/Bürgschaftsbanken, ggf. KfW und die Hausbank. Es werden die Stärken und Potenziale in Anwesenheit des Unternehmens aufgezeigt sowie die Transparenz hinsichtlich Struktur und Finanzierung gesteigert. Im Konsens aller Beteiligten werden Lösungsvorschläge erarbeitet. Das Ergebnis geht „online“ an den Mediator.

Der Mediator analysiert das Ergebnis und beendet das Verfahren durch schriftliche Entscheidung an Sie als Antragsteller. Zusätzlich überwacht er die Vereinbarungen des Mediationstisches durch schriftliche Information an alle Beteiligten.

Folgende Ziele sollen mit dem Mediationsverfahren erreicht werden:

  • Kreditversorgung verbessern
  • Qualifizierung von regionalen Kredit- und Finanzierungsmediatoren
  • Aufbau von Mediationsstrukturen
  • Kommunikation steigern
  • Netzwerke nutzen

Der Kreditmediator möchte die Kreditklemme vermeiden und einen Kreditkonsens gestalten. Die positiven Erfahrungen mit Kreditmediatoren in Frankreich sollten auch für uns ein Ansporn sein, noch konstruktiver und kreativer nach Lösungen zu suchen.

Quelle: Kreditmediator Deutschland

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