Innovationsprogramm ZIM

Das Besondere an der Finanzierung von Innovationen

Wegen der hohen und vor allem kaum exakt bezifferbaren technischen und kommerziellen Risiken sind Fremdkapitalgeber, besonders Banken, bei der Finanzierung von FuE-Projekten sehr zurückhaltend. FuE-Projekte müssen daher regelmäßig aus eigenen Mitteln der Unternehmen finanziert werden. Da die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten aber begrenzt sind, werden viele volkswirtschaftlich sinnvolle Forschungsprojekte nicht realisiert.

Wünschenswert wäre ein stärkeres Engagement privater Risikokapitalgeber. Aber Eigenkapitalprogramme sind weitgehend vom Markt verschwunden und in der Finanzkrise finden selbst attraktive Vorhaben kaum noch Investoren.

Umso größer wird die Bedeutung der öffentlichen Fördermittel in Form von Beteiligungen, Mezzanine-Kapital, Haftungsfreistellungen und Zinsverbilligungen für Fremdkapital. Am attraktivsten sind wohl die hohen Zuschüsse für F&E sowie für Innovationen. Durch die Kombination von Zuschüssen und Innovationsfinanzierung lassen sich sogar freie Cash-Flows in der Entwicklungsphase erzielen.

Besonders interessant für KMU ist das themenoffene „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM).

Neue Möglichkeiten durch die Konjunkturpakete der Bundesregierung

Das Konjunkturpaket II ermöglicht die Förderung von zusätzlich rd. 7.000 FuE-Vorhaben der Wirtschaft. Um den in der Wirtschaftskrise gewachsenen Finanzierungsbedarf für FuE-Vorhaben des Mittelstandes zu decken, fördert die Bundesregierung in den Jahren 2009 und 2010 auch:

  • einzelbetriebliche FuE-Vorhaben von westdeutschen Unternehmen und
  • größere Unternehmen bis 1.000 Beschäftigte.

Damit hat sich der Kreis möglicher Empfänger erheblich erweitert. Hierfür wurde ein zusätzliches Haushaltsvolumen von 900 Mio. € zur Verfügung gestellt. Zusammen mit den anderen mittelstandsorientierten Forschungs- und  Innovationsprogrammen stehen 2009 und 2010 rund 2,2 Mrd. Euro im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für Forschungs- und Innovationsprojekte zur Verfügung.

Was gefördert wird

Das Programm zielt auf neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen, die die bisherigen Parameter deutlich übertreffen.  Diese neuen Produkte müssen sich am Stand der Technik orientieren. Darüber hinaus müssen die Unternehmen durch ein Verwertungsmodell die Marktchancen nachweisen.

Sie können sofort nach der Eingangsbestätigung des Antrages mit Ihrem Projekt beginnen. Und die muss spätestens zwei Wochen nach Eingang erteilt werden, so steht es in der Richtlinie. Das gibt es so bei keinem anderen Zuschussprogramm.

Wie gefördert wird

ZIM fördert die Personen hinter den Projekten. Basis sind die Bruttogehälter bis 80 T€ im Jahr.  Alle weiteren Kosten werden durch einen 100prozentigen Zuschlag auf die Personalkosten abgegolten. Das Programm ist bei 350 T€ gedeckelt, das heißt, alle darüber hinausgehenden Kosten werden nicht berücksichtigt.

Ein Beispiel: In einem Innovationsprojekt sind 2 Mitarbeiter je 18 Personenmonate eingebunden. Das AN-Brutto beträgt je 60 T€ p.a.

2 MA x 18 Personenmonate á 60T€ p.a.                          -> 180 T€

+ 100 % Aufschlag                                                                      -> 180 T€

= zuwendungsfähige Kosten                                                 -> 360 T€

jedoch maximal (Deckel)                                                        -> 350 T€

x Fördersatz (max. 40 Prozent in ABL)                            -> 140 T€

Durch die Abgeltung aller weiteren Kosten über den pauschalen Aufschlag kann die Förderquote gemessen an den tatsächlichen Ausgaben auf über 50 Prozent steigen!

 

Auch Leistungen Dritter werden bezuschusst

Zusätzlich können Beratungsleistungen bis sechs Monate nach Projektabschluss beantragt  werden. Maximal 50 T€ bei einem Fördersatz von 50 %, also noch einmal 25 T€ extra.

Die Förderprogramme können kombiniert werden

Um Ihre Liquidität zu schonen können Sie den Eigenanteil mit dem ERP-Innovationsprogramm finanzieren. Dieses Programm stellt besonders günstige Mittel für die langfristige Finanzierung von Innovationsvorhaben zur Verfügung. In der Regel läuft dieses Programm 10 Jahre zu festen Konditionen.

Die Fremdfinanzierung beginnt derzeit bei 2,1 Prozent p.a. Darüber hinaus gibt es eine Variante mit einem Nachrangdarlehen. Dieses Nachrangdarlehen brauchen Sie  nicht besichern, es gilt wirtschaftlich als Eigenkapital. Nützlicher Nebeneffekt, Sie verbessern dadurch Ihr Rating.

Die Vorteile dieser Kombination liegen auf der Hand:

  1. Sie begrenzen Ihr Risiko
  2. Sie schonen Ihre Liquidität
  3. Und Sie bauen bereits in der Krise neue Erfolgspotenziale auf

Das Steinbeis Beratungszentrum Technologieförderung & Projektförderung unterstützt Unternehmen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. 

Kontakt: 

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