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KfW beteiligt sich an Sozialunternehmen


Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend führte die KfW zu Beginn des Jahres ein Förderprogramm zur Finanzierung von Sozialunternehmen ein. Im Rahmen des neuen Programms wird Beteiligungskapital für Sozialunternehmen bereit gestellt.

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die mit einem unternehmerischen Ansatz und mit einem innovativen Geschäftsmodell gesellschaftliche Probleme (z. B. in den Bereichen Bildung, Familie, Umweltschutz, Armutsbekämpfung, Integration) lösen wollen. Dies muss Kerngeschäft des Sozialunternehmens sein. Ziel dieser Sozialunternehmen ist es, mit einem mittel- bis langfristig sich selbsttragenden Geschäftsmodell eine hohe soziale Rendite zu erzielen. Das antragstellende Sozialunternehmen muss zum Zeitpunkt der Beteiligung in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft (AG, GmbH, KGaA, gGmbH, gAG) organisiert sein, seinen Betriebssitz in Deutschland haben und sich mehrheitlich im Eigentum natürlicher Personen und / oder juristischer Personen des Privatrechts befinden. Mit dem neuen Förderprogramm sollen Sozialunternehmen in der Wachstumsphase erreicht werden, deren Geschäftsmodell sich bereits in der Praxis bewährt hat und die nun expandieren möchten. Gründungen können nicht mitfinanziert werden.

Die KfW stellt für Wachstumsfinanzierungen gemeinsam mit einem Partnerinvestor (z. B. Fonds, Business Angels oder Stiftungen) das erforderliche Eigenkapital zur Verfügung (u. a. offene Beteiligung, stille Beteiligung, Gesellschafterdarlehen – auch Kombinationen dieser Beteiligungsformen). In diesem Co-Investoren-Modell kann das Engagement des Partnerinvestors von der KfW in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen im Einzelfall bis zu einem Betrag von 200.000 EUR ergänzt werden.

Der Steckbrief zum Programm

Sie sind ein kleines oder mittleres Sozialunternehmen. Ihr unternehmerischer Ansatz und Ihr innovatives Geschäftsmodell haben sich bereits in der Praxis bewährt. Sie möchten nun expandieren. Decken Sie Ihren Finanzierungsbedarf mit Beteiligungskapital eines Partnerinvestors und der KfW.

Ihr Nutzen

  • partnerschaftliche Wachstumsfinanzierung
  • unbefristete Beteiligung ohne Besicherung
  • einfache Vertragsstruktur

Wer wird gefördert? 

Sie sind als Kapitalgesellschaft organisiert und tragen mit Ihren innovativen Produkten oder Dienstleistungen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei, z. B. in den Bereichen Bildung, Familie, Umwelt, Armutsbekämpfung oder Integration. Ihr Geschäftsmodell trägt sich mittelundlangfristig selbst.

Was wird gefördert?

Die Beteiligung dient der Deckung des Finanzierungsbedarfs Ihres innovativen Sozialunternehmens in der Wachstumsphase.

Zu welchen Bedingungen wird gefördert?

Die KfW beteiligt sich gemeinsam mit einem Partnerinvestor an Ihrem Unternehmen. Die Form und die Konditionen der Beteiligung orientieren sich an denen des Partnerinvestors. Die KfW wird nicht in der Geschäftsführung tätig. Partnerinvestor kann eine bei der KfW akkreditierte Beteiligungsgesellschaft, aber auch eine natürliche oder juristische Person, wie ein Business Angel oder eine Stiftung, sein.

Wie und in welchem Umfang wird gefördert?

Die KfW-Beteiligung kann bis zu 50 % des Gesamtbeteiligungsbetrags ausmachen. Der Höchstbetrag liegt bei 200.000 Euro, der Mindestbetrag in der Regel bei 50.000 Euro. Ihren Antrag auf Beteiligung stellen Sie bei der KfW zusammen mit einer Erklärung Ihres Partnerinvestors zur Übernahme einer eigenen Beteiligung. Nicht gefördert werden Gründungen, Umschuldungen, Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten sowie Unternehmen, in denen der Partnerinvestor nach der ersten Finanzierungsrunde mit KfW-Beteiligung mehr als 49 % der Anteile hält.

Quelle: KfW

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Startschuss für den High-Tech Gründerfonds II – 288 Mio. € für innovative Gründer


Der Fonds stellt ab sofort kapitalsuchenden High-Tech-Unternehmen eine Erstfinanzierung von bis zu 500.000 Euro als Risikokapital bereit und unterstützt sie so dabei, Erfolg versprechende Forschungsvorhaben unternehmerisch umsetzen zu können. Neu gegründete Unternehmen verfügen dadurch über ausreichendes Kapital, um eine Anlaufphase von ein bis zwei Jahren zu überbrücken. In der Regel gelingt es bis dahin, eine Anschlussfinanzierung durch private Kapitalgeber einzuwerben oder auf Grundlage eigener Umsätze zu wachsen.

Staatssekretär Burgbacher: „…selbst private Wagniskapitalgeber engagieren sich heute lieber erst dann, wenn die Unternehmen den ersten Markttest bestanden haben. Diese Finanzierungslücke schließt der High-Tech Gründerfonds.“

Der High-Tech Gründerfonds II folgt dem High-Tech Gründerfonds I, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gemeinsam mit der KfW und sechs Partnern aus der Industrie im Jahr 2005 aufgelegt hatte und dessen Investitionsphase dieses Jahr abgelaufen ist. Die Konditionen des zweiten Fonds werden sich an denen des ersten Fonds orientieren.

Der neue Fonds hat ein Volumen von 288,5 Mio. Euro. Hauptinvestor bleibt der Bund mit 220 Mio. Euro, gefolgt von der KfW mit 40 Mio. Euro. Das Markenzeichen des High-Tech Gründerfonds, die öffentlich-private Partnerschaft, wird noch ausgeweitet. Mit zwölf Unternehmen sind diesmal doppelt so viele beteiligt wie noch beim ersten Fonds: Altana, BASF, Bosch, B. Braun Melsungen, Carl Zeiss, CeWe, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Qiagen, RWE Innogy, Tengelmann.

Staatssekretär Burgbacher: „Von einer Beteiligung der Industrie profitieren Gründerinnen und Gründer immens. Die Investoren stammen aus ganz unterschiedlichen Branchen und Technologiefeldern. Dies bietet für die finanzierten Gründerteams große Chancen für Kooperationen und zur Akquise von Aufträgen aus den beteiligten Unternehmen.“

Bestätigung für die Auflage eines zweiten Fonds waren die guten Erfahrungen und Erfolge des ersten Fonds. Seit seiner Gründung ist der High-Tech Gründerfonds I rund 250 Beteiligungen an jungen Technologieunternehmen eingegangen; über 2.300 zukunftsfähige Arbeitsplätze sind entstanden. Darüber hinaus konnten 335 Mio. Euro überwiegend private Mittel für Anschlussfinanzierungen eingeworben werden, doppelt so viel Geld wie der High-Tech Gründerfonds selbst investiert hat. Er gilt heute als Qualitätssiegel und hat den brach liegenden Markt für risikobehaftete Gründungsfinanzierungen neu belebt.

Quelle: Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Wirtschaftsministerium (BMWi) stockt ERP-Startfonds auf


Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie stellt weitere 250 Mio. Euro für den ERP-Startfonds bereit. Damit soll die Finanzierung junger Technologieunternehmen auch weiterhin sichergestellt werden.

Eine unzureichende Finanzierung ist speziell für junge Technologieunternehmen das mit Abstand größte Innovations- und Wachstumshemmnis. Sie haben insbesondere häufig Schwierigkeiten, Bankkredite zu erhalten, denn diese kommen aufgrund des gegebenen technischen und wirtschaftlichen Risikos oftmals nicht in Frage. Als einzige Finanzierungsmöglichkeit bleibt daher oft das Beteiligungskapital. Hier nimmt der ERP-Startfonds eine wichtige Rolle ein. Er beteiligt sich in gleicher Höhe und zu gleichen wirtschaftlichen Konditionen wie ein privater Leadinvestor an jungen, innovativen Unternehmen und ermöglicht es so, das bereitgestellte Kapital zu verdoppeln. Der ERP-Startfonds stellt in aller Regel über mehrere Finanzierungsrunden insgesamt bis zu 5 Mio. Euro bereit.

Darstellung der Finanzierungsinstrumente im Lebenszyklus Ihres Unternehmens:

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernhard Heitzer:

„Der ERP-Startfonds hat sich neben dem High-Tech-Gründerfonds zum wichtigsten Frühphasenfinanzierer junger Technologieunternehmen entwickelt. Ohne das Engagement des Startfonds wäre für viele Technologieunternehmen eine Umsetzung ihres Vorhabens nicht möglich. Gerade für zunächst vom High-Tech-Gründerfonds unterstützte junge Technologieunternehmen stellt er oftmals ein entscheidendes Element für die wichtige Anschlussfinanzierung dar.“

Derzeit läuft eine Evaluierung der ERP-Förderprogramme. Sie bestätigt die positive Einschätzung des ERP-Startfonds als ein sehr erfolgreiches Förderinstrument zur Innovationsfinanzierung in Deutschland.

Der ERP-Startfonds wurde Anfang 2005 gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der KfW-Bankengruppe aufgelegt. Seither hat sich das Zusagevolumen stetig nach oben entwickelt. Mit 80 Mio. Euro wurde 2010 der höchste Zusagestand in einem Jahr erreicht. Bisher wurden insgesamt 821 Verträge mit einem Volumen von rd. 380 Mio. Euro abgeschlossen. Damit konnten mehr als 370 Technologieunternehmen gefördert werden.

Quelle: KfW, BMWi

Ihr Unternehmen wächst: Schöpfen Sie alle Fördermöglichkeiten aus!


Für Ihr Unternehmen eröffnen sich Wachstumschancen. Sie möchten Ihre Kapazitäten erweitern oder neue Märkte erschließen. Die Innenfinanzierung alleine kann nur einen Beitrag dazu leisten.

Kleine und mittlere Unternehmen stoßen wegen einer zu geringen Eigenkapitalbasis bei der Aufnahme von Krediten oft an ihre Grenzen. Die öffentlichen Förderbanken bieten passende Finanzierungslösungen: zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse oder eine Erweiterung des Eigenkapitals. Zusätzlich helfen Risikoübernahmen.

Warum sind Förderkredite günstiger als Hausbankdarlehen?

  • Förderkredite werden aus Haushaltsmitteln zinsverbilligt
  • Förderkredite werden zinsgünstig refinanziert

Das Spektrum öffentlicher Fördermittel im Überblick:

Beteiligungskapital für die Wachstumsfinanzierung bieten öffentliche Beteiligungsgesellschaften. Mögliche Beteiligungsformen:

  • stille Beteiligung
  • offene Beteiligung
  • Kombination aus offener/stiller Beteiligung
  • Genussrechte

Darüber hinaus ermöglichen unbesicherte Nachrangdarlehen eine eigenkapitalnahe Finanzierungsmöglichkeit, um die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis zu stärken.

Förderbanken reichen mittelständischen Unternehmen Investitionskredite zu zinsvergünstigten Konditionen aus.

Fehlen für die Finanzierung die nötigen Sicherheiten, übernehmen Förderbanken Haftungsfreistellungen bis zu 80 Prozent.

Risikoentlastungen decken einen großen Teil des Kreditrisikos der Hausbank ab und sorgen so dafür, dass auch Kreditnehmer mit unzureichenden Sicherheiten Förderdarlehen nutzen können.

Ein Praxisbeispiel

Sie erweitern Ihr Unternehmen (KMU) um einen weiteren Standort. Der Gesamtkapitalbedarf beläuft sich hierbei auf 3 Mio. EUR. Für den allgemeinen Betriebsmittelbedarf fallen 0,5 Mio. € an.

Kapitalbedarf
Grundstück 0,50 Mio. €
Bauliche Investitionen 2,00 Mio. €
Allgemeiner Betriebsmittelbedarf 0,50 Mio. €
Gesamtkapitalbedarf 3,00 Mio. €

Die Lösung: Je nach Situation des Unternehmens sollten unterschiedliche Optionen bevorzugt werden.

Option 1: KfW Variante Option 2: LfA Variante
Unternehmerkredite im KMU Fenster LfA Investiv- und Universalkredite
Nachrangtranche max. 1,0 Mio. € Investivkredit* 1,0 Mio. €
Fremdkapitaltranche 1,0 Mio. € Investivkredit 100* 1,5 Mio. €
Unternehmerkredit Universalkredit* 0,5 Mio. €
mit Haftungsfreistellung 0,5 Mio. €
Unternehmerkredit
ohne Haftungsfreistellung 0,5 Mio. €
Gesamtfinanzierung 100 % 3,0 Mio. € 3,0 Mio. €

Mit dem neuen Unternehmerkredit ist (seit 1. April 2011) eine Nachrangtranche iHv. 50% maximal 1 Mio. € sowie eine Haftungsfreistellung iHv. 50 % auf die Betriebsmittel möglich.  Ganz grundsätzlich stärkt die Nachrangtranche im Unternehmerkredit die Eigenkapitalsituation.

Ist auch die Eigenkapitalsituation nach der Investition gut und sind mittelfristig keine weiteren Finanzierungsanlässe zu erwarten, dürfte die LfA Variante mit dem zinsverbilligten Investivkredit die günstigere Variante sein.

Natürlich ist eine abschließende Beurteilung eines Investitionsvorhabens nur mit umfassender Kenntnis der Unternehmenssituation (und des Ratings) möglich.

Verlorene Zuschüsse

Regionalförderung (auch GA-Förderung genannt) für  Investitionen im strukturschwachen oder im ländlichen Raum. GA steht für: „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Gemeinschaftsaufgaben sind staatliche Aufgaben. Der Bund beteiligt sich an der Rahmenplanung und an der Finanzierung, wenn dies zur Verbesserung der Lebensverhältnisse erforderlich ist (Artikel 91a Grundgesetz). Gefördert werden regionalwirtschaftlich bedeutsame Vorhaben in den Bereichen Industrie, Handwerk und sonstiges Dienstleistungsgewerbe.

Beratungsförderung: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert allgemeine Beratungen und spezielle Beratungen zu Technologie- und Innovation, Außenwirtschaft, Qualitätsmanagement, Kooperation, Mitarbeiterbeteiligung und im Vorfeld eines Rating. Der Höchstzuschuss beträgt 50 Prozent max. 1.500 Euro. Jedes Unternehmen hat ein Beratungskontingent von jeweils insgesamt 3.000 Euro.

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ERP-Startfonds: Attraktivere Programmmodalitäten


Haben Sie einen Investor, der an Ihre technologische Innovation glaubt? Dann ist es bis zum 31.12.2010 möglich, dass sich die KfW im Rahmen der beihilferechtlichen Vorgaben auch bis zu 70% an der Koinvestition beteiligt, jedoch grundsätzlich nur zu gleichen Konditionen wie der Leadinvestor.

Die Beteiligung der KfW dient der subsidiären Finanzierung von Innovationsvorhaben. Die Begrenzung für ein Technologieunternehmen lag bisher bei 3.000.000 Euro und wurde jetzt für Zusagen, die bis zum 31.12.2010 erteilt werden, auf 6.000.000 Euro erhöht. Im Rahmen dieses Höchstbetrags können mehrere Finanzierungsrunden begleitet werden. Die erste und jede mögliche weitere KfW-Beteiligung im Rahmen des ERP-Startfonds kann bis zum 31.12.2010 max. bis zu 2.500.000 Euro (bisher 1.500.000 Euro), bei 70%-iger Beteiligung der KfW an der Koinvestition max. bis zu 1.750.000 Euro je Zwölfmonatszeitraum betragen.

Das Verhältnis Technologieunternehmen – Leadinvestor -KfW


FAQ zum ERP-Startfonds

Die einfache Finanzierung für junge Unternehmen

Der ERP-Startfonds bietet mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie kleinen Technologieunternehmen Beteiligungskapital, mit dem die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen finanziert werden kann.

Voraussetzung für eine KfW-Investition ist, dass ein privater Beteiligungsgeber (Leadinvestor) sich zeitgleich mit der KfW engagiert und deren Anteil mitbetreut. Ob ein Unternehmen und der ERP-Startfonds zusammenpassen, wird im Rahmen einer detaillierten Beteiligungsprüfung festgestellt.

Wer finanziert wird

Der ERP-Startfonds finanziert kleine Technologieunternehmen (Kapitalgesellschaften) mit weniger als 50 Beschäftigten, die ihren Betriebssitz in Deutschland haben und einen Jahresumsatz oder eine Bilanzsumme von weniger als 10 Mio. EUR erreichen. Das Technologieunternehmen darf zum Zeitpunkt der ersten Beteiligung der KfW nicht älter als zehn Jahre sein.

Wie finanziert wird

Aus dem ERP-Startfonds wird Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt. Die KfW beteiligt sich neben einem weiteren Kapitalgeber (Leadinvestor) zu denselben Konditionen und mit denselben Verträgen wie dieser (pari passu). Die Know-how-Träger (Geschäftsführer, Grün-der, andere Schlüsselpersonen) müssen nach der ersten Beteiligung aus dem ERP-Startfonds mindestens 25 % der Firmenanteile halten.

Wofür Beteiligungskapital bereitgestellt wird

Die Beteiligung dient der Finanzierung innovativer Technologie-unternehmen. Ein innovatives Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass es neue oder wesentlich verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickelt und/oder in den Markt einführt, die auf eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten basieren.

Mit welchen Konditionen Sie rechnen können

Die KfW beteiligt sich grundsätzlich zu wirtschaftlich gleichen Konditionen wie der Leadinvestor (pari passu). Dieser darf sich weder vom Unternehmen noch von dessen Gesellschaftern oder deren Familienangehörigen Sicherheiten stellen lassen noch seine Beteiligung anderweitig absichern.

Höchstbetrag

Die KfW beteiligt sich aus dem ERP-Startfonds mit maximal 6 Mio. EUR an einem Technologieunternehmen, verteilt auf mehrere Finanzierungsrunden. An einer Finanzierungsrunde kann sich die KfW mit bis zu 2,5 Mio. EUR beteiligen. Die KfW hält ihre Beteiligung grundsätzlich so lange wie der Leadinvestor; es wird jedoch ein Exit innerhalb von zehn Jahren angestrebt.

Wer als Leadinvestor infrage kommt

Leadinvestoren können nationale oder internationale Beteiligungsgesellschaften sowie natürliche und juristische Personen sein, die privates Risikokapital investieren. Für gemeinsame Investments müssen sie bei der KfW akkreditiert werden. Der Leadinvestor begleitet – in der Regel als Gesellschafter – die Geschäftsführung und die Entwicklung des Technologieunternehmens und informiert die KfW hierüber. Zum Ausgleich seines Aufwandes kann er eine Vergütung erhalten.

Wie Sie Ihr Beteiligungsangebot abgeben

Vor Abschluss eines Beteiligungsvertrages bieten Leadinvestor und Technologieunternehmen gemeinsam in einem formalen Verfahren der KfW die Teilnahme an der Finanzierungsrunde an. Unbedingt zu beachten ist, dass der Beteiligungsvertrag zwischen Unternehmen und Leadinvestor noch nicht abgeschlossen worden sein darf, bevor der KfW eine Beteiligung angetragen wird. Ein Rechtsanspruch auf die Übernahme einer Beteiligung durch die KfW besteht nicht.

Quelle: kfw

Kreditklemme betrifft besonders junge und innovative Unternehmen


Das KfW/ZEW-Gründungspanel bringt es zutage: Die Finanzierungsschwierigkeiten betreffen vor allem die jüngsten und die innovativen Unternehmen.

Fast die Hälfte (48 %) der jungen Unternehmen in Deutschland geben an, im Frühsommer 2009 von negativen Folgen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise betroffen zu sein. Vor allem spüren sie die Auswirkungen bei der Auftragslage (41 % berichten von Einbußen) sowie der Umsatz- und Gewinnsituation (43 % bzw. 40 % geben Verschlechterungen an).

Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe sagt dazu:

Die jungen Unternehmen in Deutschland haben ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Jahr 2008 spürbar reduziert: Es gab weniger Beschäftigung durch die Unternehmensgründungen, und die Innovationsaktivität ließ im Vergleich zu 2007 nach

Die Zahlen legen die Schlussfolgerung nahe, dass sich die Politik im Krisenjahr zu sehr auf die Bewahrung des Bestehenden konzentriert hat. Der Aufbau zukünftiger Erfolgspotenziale geriet offensichtlich aus dem Blickfeld. Für junge Unternehmen ist es heute fast unmöglich privates Beteiligungskapital einzuwerben. Wenn, dann nur zu horrenden Konditionen. Auch die öffentlichen Beteiligungsgesellschaften haben nicht für den notwendigen Ausgleich gesorgt. Die Politik setzt weiter zu stark auf Fremdkapitalprogramme für etablierte Unternehmen.

Schade, denn so bleibt das Potenzial vieler innovativer Menschen in unserem Land ungenutzt.

Quellen: kfw, Fördermittel

Ihr Unternehmen wächst, Sie investieren


Für Ihr Unternehmen eröffnen sich Wachstumschancen. Sie möchten Ihre Kapazitäten erweitern oder neue Märkte erschließen. Die Innenfinanzierung alleine kann nur einen Beitrag dazu leisten.

Kleine und mittlere Unternehmen stoßen wegen einer zu geringen Eigenkapitalbasis bei der Aufnahme von Krediten oft an ihre Grenzen. Die öffentlichen Förderbanken bieten passende Finanzierungslösungen: zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse oder eine Erweiterung des Stammkapitals. Zusätzlich helfen Risikoübernahmen.

Ein Beispiel

Erweiterung eines mittelständischen Produktionsbetriebes. Neubau einer Halle und eines Bürogebäudes sowie Maschinenausstattung. Investitionsvolumen ca. 4 Mio. €.

Finanzierung:

Über das kfw-Programm Kapital für Arbeit und Investitionen (KfAI) werden 50 Prozent als Nachrangtranche und 50 Prozent über Fremdkapital finanziert.

Die Wirkung von Nachrangdarlehen:

  • Die Kündigungsrechte der Bank sind stark eingeschränkt
  • Das Nachrangdarlehen steht langfristig zur Verfügung
  • Das Nachrangdarlehen kann in der Bilanzanalyse als eigenkapitalähnliche Mittel  angerechnet werden und dadurch die Bonität des Unternehmens verbessern
  • Schont die Liquidität, weil die Tilgung erst im 8. Jahr der Kreditlaufzeit einsetzt

Das Spektrum öffentlicher Finanzierungsprogramme

Beteiligungskapital für die Wachstumsfinanzierung bieten öffentliche Beteiligungsgesellschaften. Mögliche Beteiligungsformen:

  • stille Beteiligung
  • offene Beteiligung
  • Kombination aus offener/stiller Beteiligung
  • Genussrechte

Unbesicherte Nachrangdarlehen ermöglichen eine eigenkapitalnahe Finanzierungsmöglichkeit, um die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis zu stärken.

Förderbanken reichen mittelständischen Unternehmen Investitionskredite zu zinsvergünstigten Konditionen aus.

Fehlen für die Finanzierung die nötigen Sicherheiten, übernehmen Förderbanken Haftungsfreistellungen bis zu 90 Prozent.

Risikoentlastungen decken einen großen Teil des Kreditrisikos der Hausbank ab und sorgen so dafür, dass auch Kreditnehmer mit unzureichenden Sicherheiten Förderdarlehen nutzen können.

Verlorene Zuschüsse

Sie können die Hilfe von Unternehmensberaterinnen und -beratern in Anspruch nehmen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert allgemeine Beratungen und spezielle Beratungen zu Technologie- und Innovation, Außenwirtschaft, Qualitätsmanagement, Kooperation, Mitarbeiterbeteiligung und im Vorfeld eines Rating. Der Höchstzuschuss beträgt 50 Prozent max. 1.500 Euro. Jedes Unternehmen hat ein Beratungskontingent von jeweils insgesamt 3.000 Euro.

Regionalförderung (auch GA-Förderung genannt) für  Investitionen im strukturschwachen oder im ländlichen Raum. GA steht für: „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Gemeinschaftsaufgaben sind staatliche Aufgaben. Der Bund beteiligt sich an der Rahmenplanung und an der Finanzierung, wenn dies zur Verbesserung der Lebensverhältnisse erforderlich ist (Artikel 91a Grundgesetz). Gefördert werden regionalwirtschaftlich bedeutsame Vorhaben in den Bereichen Industrie, Handwerk und sonstiges Dienstleistungsgewerbe.


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