Schlagwort-Archiv: Regionalförderung

Zinswende – warum erhöht die KfW die Konditionen?


Zinserhöhung in den Förderprogrammen der KfW Bankengruppe. Ab dem 21.09.2012 gelten neue Zinskonditionen in folgenden Programmen:

Kreditfinanzierung für Gründer und Mittelstand

  • ERP-Gründerkredit – StartGeld (67)
  • ERP-Gründerkredit – Universell (68)
  • KfW-Unternehmerkredit – reine Fremdkapitalfinanzierung (47)
  • ERP-Regionalförderprogramm (62, 72)

Nachrangkapital für Gründer und Mittelstand

  • ERP-Kapital für Gründung (58)

Mezzanines Kapital

  • KfW-Unternehmerkredit KMU-Fenster – Fremdkapitaltranche (48), Nachrangtranche (49)

Beteiligungskapital für Gründer und Mittelstand

  • ERP-Beteiligungsprogramm (100, 104)

Finanzierung von Umweltinvestitionen

  • KfW-Programm Erneuerbare Energien (270, 274)

Über die Hintergründe lässt sich nur spekulieren. An gestiegenen Refinanzierungskosten wird es ja wohl nicht liegen..

Quelle: KfW

Söder und Zeil: 205 Millionen Euro an zinsverbilligten Förderdarlehen


Bayern stärkt den Mittelstand und erleichtert Investitionen in Zukunftsprojekte. Dazu stellt der Freistaat zinsverbilligte Darlehen von rund 205 Millionen Euro zur Verfügung, erklärten Dr. Markus Söder, Finanzminister, und Martin Zeil, Wirtschaftsminister.

Markus Söder bei einem Festakt in Schrobenhausen

Image via Wikipedia

„Energiewende und Umwelttechnologie bieten dem Mittelstand herausragende Chancen. Auch der Ökokredit soll es Unternehmen erleichtern, innovative Projekte umzusetzen. Der Mittelstand mit seinem hohen Engagement kann hier Gewinner sein“, so Söder. Zudem setzt der Freistaat weiterhin mit Förderprogrammen auf einen starken Technologiestandort Bayern, „denn unser technologischer Vorsprung ist kein Selbstläufer, sondern eine permanente Herausforderung“, so Zeil.

Deutsch: Martin Zeil (* 1956), bayerischer Sta...

Image via Wikipedia

Die notwendigen Mittel für die zinsverbilligten Darlehen werden aus der Gewinnabführung der LfA Förderbank Bayern bereitgestellt. Die 205 Millionen Euro zinsverbilligte Darlehen sichern die Fortführung bereits bestehender Förderprogramme und dienen der Kapitalversorgung der mittelständischen Wirtschaft. Die zinsverbilligten Darlehen werden insbesondere in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • 50 Millionen Euro, um Unternehmen bei Konsolidierungsvorhaben zu unterstützen. Mit diesen Darlehen wird Betrieben im Rahmen eines umfassenden Konsolidierungskonzeptes Hilfestellung gewährt. Gemeinnützige Kur- und Rehabilitationseinrichtungen werden wie bisher unter bestimmten Voraussetzung ebenso gefördert.
  • 40 Millionen Euro für Ökokredite
    Damit werden verstärkt Investitionen gewerblicher Unternehmen für die Abwasserreinigung, Luftreinhaltung, Lärmschutz, Abfallwirtschaft, Energieeinsparung, Nutzung erneuerbarer Energien sowie Boden- und Grundwasserschutz unterstützt.
  • 30 Millionen Euro zur Technologieförderung
    Damit sollen Projekte und Vorhaben unterstützt werden, die den Einsatz neuer Technologien in Produkten und Produktionsverfahren ermöglichen.
  • 31 Millionen Euro werden bereitgestellt, um regionale Förderprogramme für die gewerbliche Wirtschaft aufzustocken. Dabei werden insbesondere Investitionen gefördert, die Arbeitsplätze vorwiegend im ländlichen Raum sichern und schaffen.
  • 53 Millionen Euro fließen zusätzlich in das Bayerische Mittelstandskreditprogramm, aus dem die LfA Förderbank Bayern zinsverbilligte Start- und Investivkrediteausreicht.

Ein gutes Beispiel für die Verwendung der Mittel ist der zinsverbilligte Investivkredit. Über die Kombination mit dem ebenfalls stark verbilligten Ökokredit ergeben sich gegenüber einer traditionellen Hausbankfinanzierung erhebliche Einsparungen.

Das Steinbeis Beratungszentrum für Technologieförderung & Projektfinanzierung kann Sie wirkungsvoll bei der Auswahl, Antragstellung und Durchsetzung wirkungsvoll unterstützen.

Quelle: LfA

Ihr Unternehmen wächst, Sie investieren


Für Ihr Unternehmen eröffnen sich Wachstumschancen. Sie möchten Ihre Kapazitäten erweitern oder neue Märkte erschließen. Die Innenfinanzierung alleine kann nur einen Beitrag dazu leisten.

Kleine und mittlere Unternehmen stoßen wegen einer zu geringen Eigenkapitalbasis bei der Aufnahme von Krediten oft an ihre Grenzen. Die öffentlichen Förderbanken bieten passende Finanzierungslösungen: zinsgünstige Darlehen, Zuschüsse oder eine Erweiterung des Stammkapitals. Zusätzlich helfen Risikoübernahmen.

Ein Beispiel

Erweiterung eines mittelständischen Produktionsbetriebes. Neubau einer Halle und eines Bürogebäudes sowie Maschinenausstattung. Investitionsvolumen ca. 4 Mio. €.

Finanzierung:

Über das kfw-Programm Kapital für Arbeit und Investitionen (KfAI) werden 50 Prozent als Nachrangtranche und 50 Prozent über Fremdkapital finanziert.

Die Wirkung von Nachrangdarlehen:

  • Die Kündigungsrechte der Bank sind stark eingeschränkt
  • Das Nachrangdarlehen steht langfristig zur Verfügung
  • Das Nachrangdarlehen kann in der Bilanzanalyse als eigenkapitalähnliche Mittel  angerechnet werden und dadurch die Bonität des Unternehmens verbessern
  • Schont die Liquidität, weil die Tilgung erst im 8. Jahr der Kreditlaufzeit einsetzt

Das Spektrum öffentlicher Finanzierungsprogramme

Beteiligungskapital für die Wachstumsfinanzierung bieten öffentliche Beteiligungsgesellschaften. Mögliche Beteiligungsformen:

  • stille Beteiligung
  • offene Beteiligung
  • Kombination aus offener/stiller Beteiligung
  • Genussrechte

Unbesicherte Nachrangdarlehen ermöglichen eine eigenkapitalnahe Finanzierungsmöglichkeit, um die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis zu stärken.

Förderbanken reichen mittelständischen Unternehmen Investitionskredite zu zinsvergünstigten Konditionen aus.

Fehlen für die Finanzierung die nötigen Sicherheiten, übernehmen Förderbanken Haftungsfreistellungen bis zu 90 Prozent.

Risikoentlastungen decken einen großen Teil des Kreditrisikos der Hausbank ab und sorgen so dafür, dass auch Kreditnehmer mit unzureichenden Sicherheiten Förderdarlehen nutzen können.

Verlorene Zuschüsse

Sie können die Hilfe von Unternehmensberaterinnen und -beratern in Anspruch nehmen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert allgemeine Beratungen und spezielle Beratungen zu Technologie- und Innovation, Außenwirtschaft, Qualitätsmanagement, Kooperation, Mitarbeiterbeteiligung und im Vorfeld eines Rating. Der Höchstzuschuss beträgt 50 Prozent max. 1.500 Euro. Jedes Unternehmen hat ein Beratungskontingent von jeweils insgesamt 3.000 Euro.

Regionalförderung (auch GA-Förderung genannt) für  Investitionen im strukturschwachen oder im ländlichen Raum. GA steht für: „Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Gemeinschaftsaufgaben sind staatliche Aufgaben. Der Bund beteiligt sich an der Rahmenplanung und an der Finanzierung, wenn dies zur Verbesserung der Lebensverhältnisse erforderlich ist (Artikel 91a Grundgesetz). Gefördert werden regionalwirtschaftlich bedeutsame Vorhaben in den Bereichen Industrie, Handwerk und sonstiges Dienstleistungsgewerbe.


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