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Koalitionsvertrag: Schwerpunkte der Mittelstandsförderung


Drittes Vernetzungstreffen im Rahmen des Förde...

Drittes Vernetzungstreffen im Rahmen des Förderprogramms „Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand“ (Photo credit: Bertelsmann Stiftung)

Auszüge aus dem Koalitionsvertrag:

Nur mit einem Investitionsschub in Deutschland sichern wir Wachstum und Beschäftigung. Das schafft auch die Grundlage für eine robuste Einkommensentwicklung. Die deutsche Wirtschaft braucht eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung. Wachstum in Deutschland erfordert eine nachhaltige Modernisierung der Infrastruktur. Wir setzen sowohl auf mehr Investitionen der öffentlichen Hand als auch auf bessere Rahmenbedingungen für private Investitionen. Unser Ziel ist eine Gesamtinvestitionsquote, die oberhalb des Durchschnitts der OECD liegt.

Mittelstand

Der Mittelstand ist der innovationsstarke Beschäftigungsmotor für Deutschland. Er verbindet regionale Verbundenheit und Internationalisierung. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Wertschöpfungskette am Wirtschaftsstandort Deutschland. Mittelständische Unternehmen, insbesondere das Handwerk, haben auch als „Ausbilder der Nation“ eine zentrale Rolle. Wir wollen die Rahmenbedingungen zur Entfaltung von Mittelstand, Selbständigkeit und Existenzgründungen verbessern.

Mittelstandsförderung: Wir werden die Mittelstandsförderung zielgerichtet fortsetzen. Wir wollen die Thesaurierungsregelungen für Einzelunternehmen prüfen. Das Programm „Unternehmen Region“ führen wir fort. Wir werden Förderprogramme bündeln und Antragsverfahren vereinfachen, damit noch mehr kleine und mittlere Unternehmen daran teilhaben können.

Das Zentrale Innovationsförderprogramm Mittelstand (ZIM) stößt als Instrument zur Förderung innovationsstarker kleiner und mittlerer Unternehmen auf eine gute Akzeptanz. Es soll auch nach 2014 fortgeschrieben werden, um noch mehr Innovationen aus dem Mittelstand zu ermöglichen.

Mittelstandsfinanzierung: Hemmnisse bei der Mittelstandsfinanzierung werden wir abbauen und dafür sorgen, dass keine neuen entstehen. Wir werden uns für die Sicherstellung der klassischen Mittelstandsfinanzierung über Sparkassen, Volks- und Genossenschaftsbanken, Privatbanken und Förderbanken sowie Bürgschaftsbanken stark machen. Exportorientierte deutsche Unternehmen brauchen auch in Zukunft die Unterstützung bei der Absicherung des Außenhandels durch Hermesdeckungen. Die Export- und Projektfinanzierung der staatseigenen KfW-Bank für mittelständische Unternehmen muss fortgeführt werden. Wir werden die Einführung von Basel III kritisch begleiten und uns gegebenenfalls für Nachbesserungen einsetzen. Die aktuell guten Finanzierungskonditionen müssen von den Banken an den Mittelstand weitergegeben werden.

Existenzgründer und Wachstumsfinanzierung

Die Existenzgründer von heute sind der Mittelstand von morgen. Deshalb wollen wir Existenzgründungen fördern. Wir wollen eine zielgerichtete Förderung des bewährten Gründercoachings, insbesondere für Gründungen aus Arbeitslosigkeit.

Wir wollen die Attraktivität von Beteiligungsinvestitionen insbesondere bei neu gegründeten Unternehmen steigern. Dazu werden wir entsprechend der vorhandenen Mittel die Rahmenbedingungen für Investoren verbessern, die mit ihrem Geld junge, wachstumsstarke Unternehmen vor allem im High-Tech-Bereich unterstützen. Mit dem High-Tech Gründerfonds steht ein gutes Instrument für die Frühphasenfinanzierung zur Verfügung, das auskömmlich fortgesetzt werden soll. Wir wollen die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital international wettbewerbsfähig gestalten und Deutschland als Fondsstandort attraktiv machen. Hierfür ist ein eigenständiges Regelwerk erforderlich. Auch neue Finanzierungsformen wie Crowdfunding („Schwarmfinanzierung“) brauchen einen verlässlichen Rechtsrahmen.

Wir werden die Gründung von Genossenschaften wie andere Existenzgründungen fördern. Dazu werden wir geeignete Förderinstrumente entwickeln und bestehende anpassen. Wir werden Genossenschaften die Möglichkeit der Finanzierung von Investitionen durch Mitgliederdarlehen wieder eröffnen.

Regionale Strukturpolitik – Deutsche Einheit stärken

Regionale Strukturpolitik

Wir erhalten die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“(GRW) als eigenständiges Instrument zur Förderung strukturschwacher Regionen. Die unterschiedlichen Gemeinschaftsaufgaben „Verbesserung der Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) sowie die GRW müssen miteinander koordiniert werden.

Angesichts des Rückgangs der Mittel aus den europäischen Strukturfonds und durch den vorgesehenen Wegfall der Investitionszulage Ende 2013 wird die Bedeutung der GRW zur Reduzierung regionaler ökonomischer Unterschiede wachsen. Wir wollen sie auf dem Niveau von 2009 durch ressortinterne Haushaltsumschichtung erwirtschaften. Ab 2020 ist ein weiterentwickeltes System der Förderung strukturschwacher Regionen erforderlich. Ein solches System muss sich auf die strukturschwachen Regionen in den jeweiligen Bundesländern konzentrieren und daher die Differenzierung zwischen Ost und West beseitigen. Die Grundlagen für ein solches System wollen wir in dieser Legislaturperiode erarbeiten, damit Planungssicherheit für die Zeit nach 2019 für die Länder und Regionen herrscht. Unser Ziel sind gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Deutschland.

Unternehmensnachfolge

Um die Unternehmensnachfolge zu erleichtern, werden wir Vermittlungsplattformen, wie die von den Kammern betriebene „nexxt change“, unterstützen und weiter ausbauen. Unternehmensnachfolge soll auch künftig durch die Erbschaftsbesteuerung nicht gefährdet werden. Notwendig ist daher eine verfassungsfeste und mittelstandsfreundlich ausgestaltete Erbschafts- und Schenkungsteuer, die einen steuerlichen Ausnahmetatbestand bei Erhalt von Arbeitsplätzen vorsieht.

Quelle: Koalitionsvertrag vom 27.11.2013

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Europäischer Investitionsfonds legt Fonds für Business Angels auf



Official emblem of the European Investment Fund

Image via Wikipedia

Der Europäische Investitionsfonds hat am 12. März 2012 offiziell den Startschuss für den European Angels Fund (EAF) gegeben. Der EAF ist ein Co-Investitionsfonds, der Business Angels und anderen nicht-institutionellen Investoren Eigenkapital zur Finanzierung innovativer kleinerer und mittlerer Unternehmen (KMU) zur Verfügung stellt. Durch die bereitgestellten Mittel stärkt der EAF die Investitionsfähigkeit der Business Angels und schafft Anreize, in wachstumsstarke KMU in ihrer Gründungs-, Früh- oder Wachstumsphase zu investieren.

Im Mittelpunkt des European Angels Fund stehen Investitionsziele der Business Angels. Statt Co-Investitionen in einzelne Unternehmen zu tätigen, überträgt der European Angels Fund ausgewählten Business Angels von Beginn an alle Investitions- und Gesellschafterentscheidungen und stellt ihnen einen Betrag für mehrere zukünftige Investitionen zur Verfügung. Dieser richtet sich nach der beabsichtigten Investitionssumme des Business Angels (50:50 Co-Investition) und sollte zwischen EUR 250.000 und EUR 5 Millionen liegen. Investitionen der Business Angels sind grundsätzlich in allen KMU-Sektoren und Entwicklungsstadien eines Unternehmens möglich, müssen jedoch Neuinvestitionen des Business Angels sein.

Der European Angels Fund wurde in enger Kooperation mit Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) entwickelt und wird zu gleichen Teilen durch Finanzmittel des Europäischen Investitionsfonds (EIF) und des durch das vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) verwaltete ERP-Sondervermögen unterstützt. Gemanagt wird der European Angels Fund durch den EIF.

Anlässlich der Vorstellung des neuen Fonds erklärte Richard Pelly, Chief Executive des Europäischen Investitionsfonds, auf dem Deutschen Business Angels Tag in Frankfurt: „Mit dem European Angels Fund wollen wir dieses Marktsegment gezielt und nachhaltig stimulieren, indem wir Business Angels und Family Offices mit Ko-Investitionen unterstützen. Denn gerade in der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation Europas stellen Business Angel eine wichtige Finanzquelle für neu gegründete und innovative KMU dar.“

Aus Sicht von Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, gehören Business Angels zu den wichtigsten Beteiligungskapitalgebern in der Frühphase junger Unternehmen. „Sie stellen Gründern nicht nur dringend benötigtes Kapital bereit, sondern geben auch unternehmerisches Know-how weiter und bringen ihre Netzwerkkontakte in die betreuten Unternehmen ein. Business Angels investieren insbesondere in Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial, die aufgrund der oft großen Risiken sonst praktisch keine Chance auf eine Finanzierung hätten. Deshalb freut es uns sehr,“ so Staatssekretär Otto, „gemeinsam mit dem Europäischen Investitionsfonds den European Angels Fund als Pilotprojekt in Deutschland zu starten.“

Business Angels, die an einer Kooperation mit dem European Angels Fund interessiert sind, können sich beim Europäischen Investitionsfonds unter www.eif.org bewerben. U.a. sollten sie über umfassende Erfahrung auf dem jeweiligen Investitionsgebiet verfügen, adäquate Expertise und erfolgreiche Investitionen nachweisen können, über ausreichende Finanzkraft sowie einen guten Zugang zu qualitativ hochwertigen Investitionsmöglichkeiten verfügen.

Über den Europäischen Investitionsfonds

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), indem er Risikokapital- und Garantieprodukte für Finanzinstitute entwickelt, die sich speziell an KMU richten. Hierbei fördert der EIF Ziele der Europäischen Union wie Innovation, Forschung und Entwicklung, Unternehmertum, Wachstum und Beschäftigung.

Alleine im Jahr 2011 hat der EIF im Bereich Private Equity/VC über EUR 1,1 Mrd. zur Verfügung gestellt und ist 49 neue Kooperationen eingegangen. Auf dem europäischen Risikokapitalmarkt spielt der EIF eine zentrale Rolle und ist in rund 350 Fonds investiert, insbesondere in den Bereichen Technologie- und Frühphasenfinanzierung. Im Garantiebereich hat der EIF im Jahr 2011 EUR 1,5 Mrd. kommittiert; dies entspricht einem Gesamtvolumen von EUR 7,6 Mrd. neuer Krediten und Darlehen, vom dem KMU profitieren können. Damit nimmt der EIF im europäischen Garantiemarkt eine führende Rolle ein.

Quelle: EIF

UnternehmerTUM legt Venture Capital Fonds auf


UnternehmerTUM, das Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München, legt einen Venture Capital Fonds auf. Der Fonds investiert in erfolgversprechende junge Unternehmen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik und CleanTech in der Frühphase. Das geplante Fondsvolumen liegt bei 25 Millionen Euro.

Der Fonds, geführt von der UnternehmerTUM-Fonds Management GmbH, investiert in die Marktführer von morgen. Viele junge Unternehmen verfügen über innovative Spitzentechnologien und überzeugende Geschäftsmodelle für neue Produkte und Dienstleistungen. Mit ihrem Marktpotenzial und ihrer Wachstumsorientierung liefern sie einen wichtigen Impuls für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Damit dies gelingt, benötigen die jungen Unternehmen Kapital, gerade in der Gründungs- und Entwicklungsphase.

Als Besonderheiten des UnternehmerTUM-Fonds nennt Geschäftsführer Dr. Helmut Schönenberger die langjährige Erfahrung der UnternehmerTUM beim Aufbau junger Unternehmen und das einzigartige Netzwerk in die Wissenschaft, die Industrie und in die VC-Branche. „Wir haben dadurch Zugang zu starken Teams mit innovativen Technologien. Und wir können mithilfe der Experten aus unserem Netzwerk das Potential der Geschäftsmodelle frühzeitig validieren und die Start-up Teams tatkräftig unterstützen.“

Investition in die Innovationskraft Deutschlands

Das Konzept des Fonds überzeugt auch die Investoren: Neben einer attraktiven Anlageform sehen sie die Möglichkeit, einen Beitrag zur Stärkung der Innovations- und Gründerkultur in Deutschland zu leisten. „Damit in Deutschland mehr junge Unternehmen gegründet und aufgebaut werden, benötigen Start-ups bessere Finanzierungsmöglichkeiten. Der UnternehmerTUM-Fonds ist für mich die konsequente Fortsetzung der Strategie der UnternehmerTUM, mit ihrer Arbeit gezielt mehr Gründungen zu initiieren und erfolgreich am Markt zu positionieren“, begründet Susanne Klatten, Unternehmerin und Gesellschafterin der UnternehmerTUM, ihr Investment in den Fonds.

Gesucht: Starke Teams und innovative Technologien

Gesucht sind starke Teams aus ganz Deutschland aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik und CleanTech mit ausgeprägtem Unternehmergeist und Technologieverständnis sowie erstklassigen Managementfähigkeiten. Ein Geschäftsmodell mit großem internationalen Potenzial und ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil sind wichtige Voraussetzungen für ein Investment.

Die Erstinvestition des Fonds beträgt in der Regel bis zu 500.000 Euro. In ein erfolgreich wachsendes Unternehmen kann der Fonds insgesamt bis zu 3 Millionen Euro investieren. Dabei agiert der UnternehmerTUM-Fonds sowohl als Lead- als auch als Co- Investor. Mögliche Partner sind Business Angels und andere Venture Capital Fonds, darunter auch der High-Tech Gründerfonds und Bayern Kapital.

European Investment Fund als Investor

Das First Closing des Fonds liegt bei 12 Millionen Euro. Investoren sind deutsche Unternehmerinnen und Unternehmer, Family Offices sowie institutionelle Investoren, allen voran der European Investment Fund (EIF), der im Rahmen der ERP-EIF und LfA-EIF Dachfonds sowie des „Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation“(CIP) der Europäischen Union investiert. Der EIF will durch sein Engagement nicht nur Technologieunternehmen mit dem zur Weiterentwicklung innovativer Projekte benötigten Kapital ausstatten, sondern durch proaktive Unterstützung neuer Fondsprojekte auch die Risikokapitallandschaft in Deutschland und Europa nachhaltig ausbauen und damit einen entscheidenden Beitrag zur langfristigen Sicherung von Wachstum und Innovationskraft leisten. Dr. Markus Schillo, Leiter des ERP-EIF-Dachfonds:

„Innovation ist der Motor der europäischen Wirtschaft – nicht nur auf Unternehmens-, sondern auch auf Fondsebene. Für unser Engagement in den UnternehmerTUM-Fonds waren nicht nur die wirtschaftlichen Erfolgsaussichten ausschlaggebend, sondern auch der innovative Ansatz, der wegweisend für eine neue Generation von Start-Up-Fonds werden könnte.“

Weitere Informationen zum Fonds: http://www.unternehmertum.de/vc oder bei Haimerl Consulting.

Quelle: UnternehmerTUM

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